{"id":1423,"date":"2018-04-17T08:51:43","date_gmt":"2018-04-17T06:51:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/?p=1423"},"modified":"2022-12-23T12:15:48","modified_gmt":"2022-12-23T10:15:48","slug":"von-der-schule-ins-erwachsenenleben-ausbildungs-und-erwerbsverlaufe-in-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/?p=1423","title":{"rendered":"Von der Schule ins Erwachsenenleben: Ausbildungs- und Erwerbsverl\u00e4ufe in der Schweiz"},"content":{"rendered":"<h2>Einleitung<\/h2>\n<p>In modernen, wissensbasierten Gesellschaften ist nachobligatorische Bildung zu einer Voraussetzung f\u00fcr gesellschaftliche Teilhabe und insbesondere f\u00fcr einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt geworden. Szenarien des Bundesamtes f\u00fcr Statistik zur Entwicklung des Bildungsstandes der Bev\u00f6lkerung rechnen damit, dass in den n\u00e4chsten Jahrzehnten die H\u00e4lfte der erwachsenen Wohnbev\u00f6lkerung \u00fcber einen Abschluss auf Terti\u00e4rstufe (Universit\u00e4re, P\u00e4dagogische und Fachhochschulen sowie h\u00f6here Berufsbildung) verf\u00fcgen wird (BFS, 2015). W\u00e4hrend ein Abschluss der Sekundarstufe II (Lehrabschluss, Maturit\u00e4tszeugnis u. \u00e4.) zur gesellschaftlichen Norm geworden ist, setzen immer mehr junge Menschen in der Schweiz ihre Ausbildungslaufbahn auf Terti\u00e4rstufe fort.<\/p>\n<p>Der Anteil der Erwerbsbev\u00f6lkerung in der Schweiz, der \u00fcber einen Bildungsabschluss auf Terti\u00e4rstufe verf\u00fcgt, hat sich innerhalb von nur rund 20 Jahren von 20 auf 40 Prozent verdoppelt. Der Anteil der Erwerbspersonen ohne nachobligatorischen Ausbildungsabschluss ist dagegen von knapp 20 Prozent Ende der 1990er Jahre auf rund 10 Prozent gesunken<sup><sup>[1]<\/sup><\/sup>.<\/p>\n<p>Verschiedene Studien zeigen, dass das Schweizer Bildungssystem weit davon entfernt ist, die Nachfrage nach hoch qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften im eigenen Land decken zu k\u00f6nnen (Meyer, 2016; Schellenbauer et al., 2010; SECO et al., 2015). Insbesondere seit Inkrafttreten der Freiz\u00fcgigkeitsabkommen mit der Europ\u00e4ischen Union anfangs der Nullerjahre ist die ungedeckte Nachfrage nach auf Terti\u00e4rstufe qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften auf dem Schweizer Arbeitsmarkt deutlich sichtbar geworden.<\/p>\n<p>Am unteren Ende des Qualifikationsspektrums ist eine deutliche Erh\u00f6hung des Risikos der Arbeitsmarktexklusion f\u00fcr diejenigen rund zehn Prozent zu beobachten, welche heute das Bildungssystem ohne nachobligatorischen Abschluss verlassen. Die Erwerbsquote dieser Gruppe ist laut der Schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung (SAKE) markant tiefer als diejenige der Besch\u00e4ftigten, die mindestens einen Abschluss der Sekundarstufe II erworben haben. Umgekehrt ist ihr Risiko, arbeitslos zu werden, zwei bis drei Mal h\u00f6her<sup><sup>[2]<\/sup><\/sup>. Die Ausschlussrisiken von mangelnder Bildung beschr\u00e4nken sich nicht auf den formalen Arbeitsmarkt. Es ist vielfach belegt, dass Bildung auch in engem Zusammenhang steht mit politischer und kultureller Beteiligung, Gesundheit, sozialer Integration oder Devianz (Bacher et al. 2010; Fend et al. 2009; SKBF, 2014).<\/p>\n<p>Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Bildungsarmut in der Schweiz weitgehend irreversibel, nachhaltig und hochgradig sozial vererbt ist (Bauer &amp; Riphahn, 2007; Falcon, 2016). Wer einen Lehrabschluss oder ein Maturit\u00e4tszeugnis nicht im Jugend- oder sehr jungen Erwachsenenalter erwirbt, wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch sp\u00e4ter nicht tun (Schr\u00e4der-Naef, 1997; Schr\u00e4der-Naef &amp; J\u00f6rg-Fromm, 2005). \u00c4hnliches gilt f\u00fcr Weiterbildungsaktivit\u00e4ten im Erwachsenenalter (BFS, 2013).<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund bietet die Schweizer L\u00e4ngsschnittstudie TREE (Transitionen von der Erstausbildung ins Erwerbsleben) die einzigartige M\u00f6glichkeit, Ausbildungs- und Erwerbsverl\u00e4u\u00adfe nach Ende der Schulpflicht \u00fcber einen Zeitraum von mittlerweile fast anderthalb Jahrzehnten l\u00e4ngsschnittlich zu beobachten und zu analysieren. In diesem Beitrag werden folgende Fragen vertieft untersucht: Wie und mit welchem Ergebnis durchlaufen Jugendliche nachobligatorische Ausbildungen, und welche Faktoren sind f\u00fcr eine erfolgreiche Ausbildungslaufbahn von Bedeutung? Wie ist die TREE-Kohorte im Alter von 30 Jahren auf dem Arbeitsmarkt positioniert, und in welchem Zusammenhang stehen dabei die erworbenen Bildungsabschl\u00fcsse und ihre Situation auf dem Arbeitsmarkt?<strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<h2>Daten und Methode<\/h2>\n<p>Die Datengrundlage des vorliegenden Beitrags bildet die TREE-Studie, eine gesamtschweizeri\u00adsche Kohortenuntersuchung zum \u00dcbergang Jugendlicher von der Schule ins Erwachsenenleben. Im Zentrum der Studie stehen die Ausbildungs- und Erwerbsverl\u00e4ufe nach dem Austritt aus der obligatorischen Schule. Die erste Kohorte (TREE1), auf deren Daten die pr\u00e4sentierten Ergebnis\u00adse fussen, umfasst \u00fcber 6000 Jugendliche, die im Jahr 2000 im Alter von 15-16 Jahren an der PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) teilnahmen und im selben Jahr aus der Schulpflicht entlassen wurden (TREE, 2016a). Die Stichprobe ist auf nationaler und sprachregionaler Ebene repr\u00e4sentativ f\u00fcr rund 80\u2018000 Jugendliche in der Schweiz. Die Teilneh\u00admerInnen wurden zwischen 2001 und 2014 insgesamt neun Mal nachbefragt. Zum Zeitpunkt der letzten Befragung (2014) waren sie durchschnittlich 30 Jahre alt, und die R\u00fccklaufquote lag bei rund 50 Prozent.<\/p>\n<p>Die in diesem Beitrag pr\u00e4sentierten Resultate basieren haupts\u00e4chlich auf den Daten der neunten und bislang letzten Nachbefragungswelle von 2014. Die methodischen Details dazu sind in Scharenberg et al (2014) sowie Gomensoro et al. (2017) ausf\u00fchrlich beschrieben.<\/p>\n<h2>Ausbildungs- und Erwerbsverl\u00e4ufe 2000-2014<\/h2>\n<p>Abbildung 1 visualisiert die Ausbildungs- und Erwerbsverl\u00e4ufe der Jugendlichen, die ihre Schulpflicht im Jahr 2000 erf\u00fcllt haben. Vertikal sind die neun Beobachtungszeitpunkte des TREE-L\u00e4ngsschnitts von 2001 bis 2014 aufgetragen. Der stilisierte Baum hat der L\u00e4ngsschnittstudie nicht nur seinen (englischen) Namen geliehen. Er macht auch einige Besonderheiten des schweizerischen Bildungssystems sichtbar:<\/p>\n<ul>\n<li>Ins Auge f\u00e4llt im unteren Teil der Abbildung die hohe Bedeutung der Berufsbildung, die zeitweise von rund zwei Dritteln der Kohorte durchlaufen wird (hellgr\u00fcne Balken, 2002 und 2003);<\/li>\n<li>Umgekehrt proportional dazu f\u00e4llt der im internationalen Vergleich geringe Prozentsatz von Jugendlichen auf, die nach Erf\u00fcllung der Schulpflicht eine allgemeinbildende Schule besuchen (Gymnasium, Fachmittelschule o.\u00e4.; dunkelgr\u00fcne Balken, ca. ein Viertel);<\/li>\n<li>Augenf\u00e4llig ist auch der erhebliche Anteil junger Menschen in der Schweiz, die keinen direkten Zugang zu einer nachobligatorischen Ausbildung finden und zun\u00e4chst eine Zwischenl\u00f6sung, ein &#8220;Br\u00fcckenjahr&#8221; oder gar deren zwei absolvieren (rot get\u00f6nte Balken unten links, 2001 ca. ein F\u00fcnftel);<\/li>\n<li>In der Vertikale wird offenbar, wie lange sich die Berufsbildung f\u00fcr einen Teil der Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen hinzieht: Zwischen 2005 und 2007, also f\u00fcnf bis sieben Jahre nach Erf\u00fcllung der Schulpflicht, befinden sich immer noch zwischen 8 und 18 Prozent der beobachteten Kohorte in einer beruflichen Grundbildung. Dies ist zum einen durch die oben erw\u00e4hnten Zwischenl\u00f6sungen bedingt, die den Einstieg in die Berufsbildung verz\u00f6gern. Zum anderen verz\u00f6gern sich die Berufsbildungsabschl\u00fcsse durch Lehrvertragsaufl\u00f6sungen, Unterbr\u00fcche, Repetitionen und Neuorientierungen.<\/li>\n<li>Spiegelbildlich zum stark gestaffelten Verlauf der beruflichen Grundbildung verh\u00e4lt sich der Anteil der jungen Erwachsenen, welche ins Erwerbsleben einsteigen (graue Balken oben links): Das erste Viertel der beobachteten Kohorte ist bereits 2004 auf dem Arbeitsmarkt anzutreffen. Fast zehn Jahre sp\u00e4ter, 2014, sind es dann gut drei Viertel;<\/li>\n<li>Schliesslich ist der im L\u00e4ndervergleich relativ geringe Anteil junger Menschen zu erw\u00e4hnen, welche eine Ausbildung auf Terti\u00e4rstufe durchlaufen: er liegt zu allen beobachteten Zeitpunkten unter dreissig Prozent (violette Balken oben rechts).<\/li>\n<\/ul>\n<p>2014, d.h. 14 Jahre nach ihrem Austritt aus der obligatorischen Schule und im Alter von durchschnittlich 30 Jahren, hat der gr\u00f6sste Teil der untersuchten TREE-Kohorte den \u00dcbergang von der Erstausbildung ins Erwerbsleben vollzogen. Immerhin noch rund ein Sechstel befindet sich zu diesem Zeitpunkt in Ausbildung, der gr\u00f6sste Teil davon auf Terti\u00e4rstufe. Fast 90 Prozent der Kohorte sind erwerbst\u00e4tig, davon \u00fcber drei Viertel ausschliesslich, d.h. ohne parallel dazu noch eine Ausbildung zu besuchen. Rund 7 Prozent der Kohorte sind weder erwerbst\u00e4tig noch in Ausbildung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig1_d.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1424\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig1_d.png\" alt=\"Fig1_d\" width=\"1168\" height=\"749\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig1_d.png 1168w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig1_d-300x192.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig1_d-1024x656.png 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig1_d-600x384.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1168px) 100vw, 1168px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig2_d.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1425\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig2_d.png\" alt=\"Fig2_d\" width=\"714\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig2_d.png 714w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig2_d-300x124.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig2_d-600x249.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 714px) 100vw, 714px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Alter von 30 Jahren haben rund die H\u00e4lfte der TREE-Probandinnen und -Probanden als h\u00f6chsten Bildungsabschluss einen Abschluss der Sekundarstufe II, zum allergr\u00f6ssten Teil eine abgeschlossene berufliche Grundbildung (vgl. Abb. 2). Lediglich knapp ein Viertel (23%) verf\u00fcgt \u00fcber einen Abschluss auf Terti\u00e4rstufe A, ein weiterer Sechstel (17%) einen auf Terti\u00e4rstufe B<sup><sup>[3]<\/sup><\/sup>. Ein Zehntel der Kohorte hat keinerlei nachobligatorischen Abschluss erworben. Die Abschlussquoten auf Terti\u00e4rstufe d\u00fcrften sich in den kommenden Jahren noch um einige Prozentpunkte erh\u00f6hen<sup><sup>[4]<\/sup><\/sup>.<\/p>\n<p>Die Entwicklung zwischen 2007 und 2014 verdeutlicht, in welchem Ausmass sich die \u00dcberg\u00e4nge zwischen Ausbildung und Erwerbst\u00e4tigkeit bis weit ins dritte Lebensjahrzehnt erstrecken \u2013 und gar dar\u00fcber hinaus. Die Verl\u00e4ufe in dieser Phase zeigen zudem, dass diese \u00dcberg\u00e4nge durchaus in beide Richtungen erfolgen k\u00f6nnen &#8211; also sowohl von der Ausbildung in die Erwerbst\u00e4tigkeit als auch umgekehrt: Erwartungsgem\u00e4ss dominieren die \u00dcberg\u00e4nge von der Ausbildung ins Erwerbsleben, und der Anteil der Erwerbst\u00e4tigen steigt von einem Beobachtungszeitpunkt zum n\u00e4chsten kontinuierlich an. Dies manifestiert sich in Abbildung 1 in den &#8220;\u00c4sten&#8221;, die diagonal Richtung oben links verlaufen. Die Abbildung zeigt jedoch auch &#8220;\u00c4ste&#8221; in entgegengesetzter Richtung (diagonal nach oben rechts): Diese symbolisieren junge Erwachsene, die nach einer Phase der Erwerbst\u00e4tigkeit in die Ausbildung zur\u00fcckkehren, zumeist in eine auf Terti\u00e4rstufe.<\/p>\n<h2>Welche Faktoren beeinflussen in der Schweiz den Bildungserfolg?<\/h2>\n<p>Die bisherigen TREE-Ergebnisse zeigen in aller Deutlichkeit: Die in der Schweiz vorherrschende, weitgehend irreversible Zuteilung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in getrennte Leistungsz\u00fcge auf Sekundarstufe I<sup><sup>[5]<\/sup><\/sup> f\u00fchrt dazu, dass junge Menschen ihr Begabungspotenzial oft ungen\u00fcgend aussch\u00f6pfen k\u00f6nnen \u2013 mit nachhaltigen Folgen f\u00fcr ihre nachobligatorischen Ausbildungslaufbahnen und den Einstieg ins Erwerbsleben (BFS\/TREE, 2003; Gomensoro et al., 2017; Meyer, 2009; Scharenberg et al. 2014). Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die auf Sekundarstufe I Schultypen mit &#8220;Grundanforderungen&#8221; (Realschul-Typus) durchlaufen haben, sind auch bei guter Leistung oft nicht in der Lage, ihr Potenzial auf Sekundarstufe II und dar\u00fcber hinaus zu verwirklichen. Abbildung 3 zeigt deren Chancen, nach Erf\u00fcllung der Schulpflicht in eine anforderungsreiche nachobligatorische Ausbildung eintreten zu k\u00f6nnen. Als standardisiertes Leistungsmass wird die PISA-Lesekompetenz beigezogen. Im Vergleich zu ihren Altersgenossinnen und \u2013genossen, die Schultypen mit &#8220;erweiterten Anforderungen&#8221; besucht haben (z.B. Sekundarschule, Bezirksschule, Progymnasium), sind ihre Aussichten auf eine anforderungsreiche nachobligatorische Ausbildung massiv vermindert: Bei vergleichbaren Lesekompetenzen sind die Chancen in der Gruppe mit geringer Lesekompetenz viermal kleiner (7 vs. 27%), in der Gruppe mit hoher Lesekompetenz rund zweimal kleiner (49 vs. 82%).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig3_d.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1426\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig3_d.png\" alt=\"Fig3_d\" width=\"728\" height=\"498\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig3_d.png 728w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig3_d-300x205.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig3_d-600x410.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf allen Stufen des schweizerischen Bildungssystems bestimmen dar\u00fcber hinaus Herkunftsmerkmale wie das Geschlecht, der elterliche Bildungs- und Sozialstatus oder der Migrationshintergrund, aber auch die Sprachregion oder der Urbanisierungsgrad den Bildungserfolg in erheblichem Ausmass mit. Diese Befunde stehen in eklatantem Widerspruch zum Prinzip der Leistungsgerechtigkeit.<\/p>\n<p>Die \u00dcberg\u00e4nge in nachobligatorische Ausbildungen und die Ausbildungsverl\u00e4ufe auf Sekundarstufe II sind im sowohl horizontal als auch vertikal hoch segmentierten Bildungssystem der Schweiz stark von Diskontinuit\u00e4ten, Br\u00fcchen, Neuorientierungen und Umwegen gepr\u00e4gt. Nur rund die H\u00e4lfte der beobachteten TREE-Kohorte tritt nach dem neunten Schuljahr direkt in eine (zertifizierende) Ausbildung der Sekundarstufe II ein und schliesst diese in der vorgesehenen Regelzeit ab (Keller et al. 2010). Dies wiederspiegelt sich auch in Abbildung 1, wo sich etwa 2005, also f\u00fcnf Jahre nach Austritt aus der obligatorischen Schule, immer noch fast ein Viertel der Kohorte in einer Ausbildung auf Sekundarstufe II befinden. Zahlreiche TREE-Analysen zeigen, dass diskontinuierliche Ausbildungsverl\u00e4ufe, insbesondere beim \u00dcbergang zwischen den Sekundarstufen I und II, per se das Risiko von Bildungsmisserfolg erh\u00f6hen (vgl. etwa Scharenberg et al., 2014).<\/p>\n<h2>Arbeitsmarktsituation der TREE-Kohorte im Alter von 30 Jahren<\/h2>\n<p>Im Allgemeinen kann die Arbeitsmarktsituation der beobachteten TREE-Kohorte als g\u00fcnstig bezeichnet werden (Gomensoro et al., 2017). Im Alter von 30 Jahren ist die Quote der Erwerbst\u00e4tigkeit global hoch, die Erwerbslosigkeit tief, und mit einem Durchschnittseinkommen von rund 6&#8217;500 Franken monatlich (brutto vollzeit\u00e4quivalent) hat die Kohorte bereits das durchschnittliche Lohn-Niveau aller Besch\u00e4ftigten in der Schweiz erreicht<sup><sup>[6]<\/sup><\/sup>.Rund 13 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen sind prek\u00e4r besch\u00e4ftigt, d.h. sie sind unterbesch\u00e4ftigt, befristet angestellt oder leisten Arbeit auf Abruf.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die zentrale Thematik von TREE, den \u00dcbergang zwischen Ausbildung und Erwerbsleben, zeigt sich, dass Bildung sich lohnt \u2013 beziehungsweise dass das Fehlen eines nachobligatorischen Ausbildungsabschlusses mit erheblich erh\u00f6hten Risiken auf dem Arbeitsmarkt einhergeht. Die davon betroffene Gruppe von jungen Menschen (etwa 10% der beobachteten Kohorte) ist im Vergleich zu ihren besser ausgebildeten Altersgenossinnen und \u2011genossen weniger h\u00e4ufig erwerbst\u00e4tig und deutlich h\u00e4ufiger prek\u00e4r besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Positiv gewendet: vier von f\u00fcnf Personen ohne nachobligatorischen Ausbildungsabschluss im Alter von dreissig Jahren sind erwerbst\u00e4tig und erzielen ein (vollzeit\u00e4quivalentes) Durchschnittseinkommen von deutlich \u00fcber 5000 Franken monatlich. Die L\u00e4ngsschnittperspektive legt \u00fcberdies nahe, dass sich ein erheblicher Teil dieser Gruppe auch \u00fcber mehrere Jahre hinweg betrachtet auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten weiss (vgl. Abbildung 1).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig4_d.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1427\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig4_d.png\" alt=\"Fig4_d\" width=\"721\" height=\"562\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig4_d.png 721w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig4_d-300x233.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Fig4_d-600x467.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 721px) 100vw, 721px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei den Absolventinnen und Absolventen einer Ausbildung auf Terti\u00e4rstufe springt neben der hohen Erwerbsbeteiligung vor allem der erhebliche Lohnvorteil ins Auge. Wer eine h\u00f6here Berufsbildung oder eine Hochschule abgeschlossen hat, verdient vollzeit\u00e4quivalent \u00fcber 7000 Franken monatlich, w\u00e4hrend die Durchschnittsl\u00f6hne der Personen ohne Terti\u00e4rabschluss unter 6000 Franken liegen (vergleiche Abbildung 4).<\/p>\n<p>Welche Bilanz l\u00e4sst sich f\u00fcr diejenigen ziehen, welche ihre Bildungslaufbahn mit einem Abschluss der beruflichen Grundbildung auf Sekundarstufe II beenden?<sup><sup>[7]<\/sup><\/sup> Im Vergleich zu den Personen ohne Abschluss zeichnen sich diese durch einen tieferen Anteil von prek\u00e4r Besch\u00e4ftigten aus. Bez\u00fcglich Durchschnittseinkommen und Erwerbsstatus unterscheiden sich die beiden Gruppen dagegen nicht signifikant voneinander. Dabei ist allerdings anzumerken, dass sowohl die Durchschnittsl\u00f6hne als auch das Risiko, erwerbslos zu sein, je nach Beruf stark variieren. Insgesamt geben unsere Ergebnisse einige Hinweise darauf, dass eine abgeschlossene berufliche Grundbildung nicht (mehr) ohne weiteres als &#8220;Garant&#8221; f\u00fcr Arbeitsmarkterfolg wirkt. Vielmehr scheint sich diese &#8220;Schutzwirkung&#8221; auf Abschl\u00fcsse der Terti\u00e4rstufe verlagert zu haben. Ausserdem zeigen mehrere Analysen auf der Basis der TREE-Daten, dass die berufliche Mobilit\u00e4t der Lehrabsolventinnen und \u2011absolventen im stark segmentierten schweizerischen Arbeitsmarkt gering und oft mit Lohn-einbussen verbunden ist (Buchs et al. 2015; Mueller &amp; Schweri, 2015; Sacchi et al. 2016).<\/p>\n<p>Ein weiterer bedeutsamer Befund unserer Analysen ist der &#8220;lange Schatten&#8221;, den weit(er) zur\u00fcckliegende \u00dcberg\u00e4nge im Bildungssystem auf die Arbeitsmarktsituation mit dreissig zu werfen scheinen. Gem\u00e4ss multivariaten Analysen (Gomensoro et al., 2017) gehen insbesondere zwei fr\u00fche(re) \u00dcbergangsformen mit einem erh\u00f6hten Risiko einher, im Alter von dreissig Jahren aus dem Arbeitsmarkt ausgeschieden zu sein: zum einen der Besuch von Schultypen der Sekundarstufe I, welche sich auf so genannte Grundanforderungen<sup><sup>[8]<\/sup><\/sup>beschr\u00e4nken; zum anderen der Besuch eines Br\u00fcckenangebots oder einer anderen Form von Zwischenl\u00f6sung am \u00dcbergang zwischen den Sekundarstufen I und II.<\/p>\n<p>Den mit Abstand bedeutsamsten Einfluss auf die Erwerbssituation mit dreissig hat jedoch das Geschlecht &nbsp;\u2013 gekoppelt mit der Familiensituation. Die TREE-Befunde belegen deutlich, in welchem Ausmass sich Erwerbslaufbahnen von M\u00e4nnern und Frauen nach wie vor unterscheiden. Sp\u00e4testens mit der Geburt von Kindern \u00f6ffnet sich auch bei der TREE-Kohorte die vielfach belegte &#8220;Gender-Schere&#8221;: W\u00e4hrend M\u00e4nner mit Kindern fast ausnahmslos vollzeitlich erwerbst\u00e4tig sind bzw. bleiben, scheiden rund ein F\u00fcnftel aller Frauen mit Kindern (zumindest vor\u00fcbergehend) ganz aus dem Arbeitsmarkt aus (d.h. sind nichterwerbs\u00adt\u00e4tig). Drei Viertel der erwerbst\u00e4tigen M\u00fctter arbeiten in Teilzeitpensen, in fast der H\u00e4lfte der F\u00e4lle mit einem Besch\u00e4ftigungsgrad unter 50 Prozent (vergleiche auch Giudici und Schumacher 2017).<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus zeigen die TREE-Befunde, dass Frauen signifikant weniger verdienen als M\u00e4nner. Die Lohnschere zwischen M\u00e4nnern und Frauen liegt in der TREE-Kohorte im Alter von dreissig Jahren bei 800 Franken monatlich (brutto vollzeit\u00e4quivalent), bei den effektiven Einkommen sind es mit rund 1500 Franken fast doppelt so viel (vergleiche auch Abbildung 4). Auch wenn weiterf\u00fchrende Analysen zum &#8220;unerkl\u00e4rten&#8221;<sup><sup>[9]<\/sup><\/sup>Lohnunterschied im Alter von 30 Jahren noch ausstehen: Schon fr\u00fchere, auf TREE-Daten basierende Studien stellten fest, dass Frauen bereits beim Erwerbseinstieg von Lohndiskriminierung betroffen sind (Bertschy et al. 2014).<\/p>\n<h2>Fazit und Ausblick<\/h2>\n<p>Unsere Ergebnisse verdeutlichen zun\u00e4chst, in welchem Ausmass sich die \u00dcberg\u00e4nge zwischen Ausbildung und Erwerbst\u00e4tigkeit heute bis weit ins dritte Lebensjahrzehnt erstrecken \u2013 und gar dar\u00fcber hinaus. Dies ist zum einen dem hohen Ausmass an Diskontinuit\u00e4ten, Neuorientierungen, Br\u00fcchen und Zwischenjahren geschuldet, die die nachobligatorischen Ausbildungsverl\u00e4ufe vieler Jugendlicher in der Schweiz pr\u00e4gen. Zum anderen setzen heute rund vier von zehn Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen ihre Ausbildungslaufbahn auf Terti\u00e4rstufe fort, oft nicht direkt nach ihrem Abschluss auf Sekundarstufe II, sondern nach einer k\u00fcrzeren oder l\u00e4ngeren Phase der Erwerbst\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>Knapp die H\u00e4lfte der beobachteten Kohorte verl\u00e4sst das Ausbildungssystem mit einem Abschluss der beruflichen Grundbildung. Rund ein Viertel erwirbt einen Abschluss auf Terti\u00e4rstufe A (P\u00e4dagogische, Fach- oder universit\u00e4re Hochschule), ein weiteres Sechstel einen Abschluss der Terti\u00e4rstufe B (h\u00f6here Berufsbildung). Zehn Prozent der Kohorte bleiben ohne nachobligatorischen Ausbildungsabschluss.<\/p>\n<p>Zahlreiche TREE-Analysen zu den entscheidenden Faktoren des Ausbildungserfolgs unterstreichen, welch starke Rolle neben den schulischen Leistungen Herkunftsmerkmale wie das Geschlecht, der elterliche Sozialstatus, der Migrationshintergrund, aber auch die Sprachregion oder der Urbanisierungsgrad spielen. Dies ist mit Blick auf die Chancengerechtigkeit des schweizerischen Bildungssystems hoch bedeutsam. Das &#8220;meritokratische Prinzip&#8221;, wonach f\u00fcr den (Bildungs\u2011)Erfolg in allererster Linie die Leistung zu z\u00e4hlen hat, wird im Bildungswesen der Schweiz systematisch und in starkem Ausmass verletzt.<\/p>\n<p>Was die Arbeitsmarktsituation im Alter von 30 Jahren angeht, ist diese insgesamt \u00fcberwiegend g\u00fcnstig: die Quote der Erwerbst\u00e4tigkeit hoch, die Erwerbslosigkeit tief, und mit einem Medianeinkommen von \u00fcber 6000 Franken monatlich (brutto vollzeit\u00e4quivalent) hat die Kohorte bereits am Ende ihres drittens Lebensjahrzehnts das durchschnittliche Lohn-Niveau aller Besch\u00e4ftigten in der Schweiz erreicht. Junge Erwachsene ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss zeichnen sich durch ein markant erh\u00f6htes Risiko aus, prek\u00e4r besch\u00e4ftigt zu sein. Wer im Vergleich zu dieser Gruppe \u00fcber einen Abschluss der beruflichen Grundbildung verf\u00fcgt, ist deutlich seltener prek\u00e4r besch\u00e4ftigt. Mit Blick auf Durchschnittseinkommen und Erwerbsstatus unterscheiden sich die beiden Gruppen dagegen nicht signifikant voneinander.<\/p>\n<p>Bei den Absolventinnen und Absolventen einer Ausbildung auf Terti\u00e4rstufe springt neben der hohen Erwerbsbeteiligung vor allem der erhebliche Lohnvorteil gegen\u00fcber denjenigen ohne Terti\u00e4rabschluss ins Auge: dieser liegt bei durchschnittlich \u00fcber 1000 Franken monatlich (brutto vollzeit\u00e4quivalent). Insgesamt deuten die TREE-Ergebnisse darauf hin, dass der schweizerische Arbeitsmarkt zwar Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger auf allen Qualifikationsstufen gut bis sehr gut aufnimmt. Besonders gross \u2013 und entsprechend vorteilhaft entlohnt \u2013 ist aber die Nachfrage nach hoch gebildeten Arbeitskr\u00e4ften. Dies wird auch dadurch unterstrichen, dass seit der Jahrtausendwende j\u00e4hrlich mehrere zehntausend Menschen aus dem Ausland in die Schweiz eingewandert sind, um hier zu arbeiten. Die H\u00e4lfte von ihnen verf\u00fcgt \u00fcber einen Ausbildungsabschluss auf Terti\u00e4rstufe (vgl. SECO et al. 2015) Eine erh\u00f6hte Durchl\u00e4ssigkeit des schweizerischen Bildungssystems \u2013 vor allem Richtung Terti\u00e4rstufe \u2013 w\u00e4re vor diesem Hintergrund nicht nur aus Gr\u00fcnden der Chancengerechtigkeit opportun. Angesichts der markanten &#8220;Tertiarisierungsl\u00fccke&#8221; auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt w\u00fcrde sie auch dazu beitragen, dass die Binnenversorgung mit h\u00f6her qualifizierten Bildungsabg\u00e4ngerinnen und \u2011abg\u00e4ngern verbessert w\u00fcrde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[1] Vgl. die laufend online aktualisierten Ausbildungs- und Arbeitsmarktindikatoren des Bundesamtes f\u00fcr Statistik<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bfs.admin.ch\/\">www.bfs.admin.ch<\/a> , abgerufen am 10.1.2018.<\/p>\n<p>[2] Vgl. ebenda.<\/p>\n<p>[3]Zur Terti\u00e4rstufe A geh\u00f6ren die Universit\u00e4ren, P\u00e4dagogischen und Fachhochschulen. Die Terti\u00e4rstufe B umfasst die so genannte h\u00f6here Berufsbildung mit den h\u00f6heren Fachschulen, Fach- und Meisterpr\u00fcfungen.<\/p>\n<p>[4]Zum einen befanden sich 2014 rund sieben Prozent der beobachteten Schulabg\u00e4nger-Kohorte in Terti\u00e4rausbildungen, welche (noch) keinen Terti\u00e4rabschluss haben. Zum anderen d\u00fcrfte ein (kleiner) Teil derjenigen, die 2014 einen Abschluss auf Sekundarstufe II aufwiesen, noch eine Ausbildung auf Terti\u00e4rstufe aufnehmen (und abschliessen).<\/p>\n<p>[5]Je nach Kanton Sekundar-, Real- oder Bezirksschule, Sek A, B und C, verschiedene Programme des cycles d&#8217;orientation in der Westschweiz.<\/p>\n<p>[6]www.bfs.admin.ch, Bereich Arbeit und Erwerb, Unterbereich L\u00f6hne, und Erwerbseinkommen.<\/p>\n<p>[7]Grossmehrheitlich mit einer Berufslehre (d. h. einem Eidg. F\u00e4higkeitszeugnis, EFZ).<\/p>\n<p>[8] Je nach Kanton z.B. Realschule, Sek C oder cycle d&#8217;orientation du type &#8220;pratique&#8221;.<\/p>\n<p>[9]D.h. demjenigen Anteil des Lohnunterschieds, der nicht durch Unterschiede bez\u00fcglich Qualifikationsmerkmalen, Anforderungen, hierarchischer Position, Anciennit\u00e4t, Branchenzugeh\u00f6rigkeit und weiterer Merkmale erkl\u00e4rt werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung In modernen, wissensbasierten Gesellschaften ist nachobligatorische Bildung zu einer Voraussetzung f\u00fcr gesellschaftliche Teilhabe und insbesondere f\u00fcr einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt geworden. 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