{"id":2836,"date":"2022-07-04T16:00:25","date_gmt":"2022-07-04T14:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/?p=2836"},"modified":"2022-07-04T16:00:26","modified_gmt":"2022-07-04T14:00:26","slug":"die-bildungsmobilitat-der-secondos-in-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/?p=2836","title":{"rendered":"Die Bildungsmobilit\u00e4t der Secondos in der Schweiz"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<sup><a id=\"post-2836-footnote-ref-2\" href=\"#post-2836-footnote-2\">[1]<\/a><\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Als Einwanderungsland verzeichnete die Schweiz seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs einen sehr starken Migrationsstrom, haupts\u00e4chlich aus europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Waren in der Schweiz 1951 noch 223&#8217;600 Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder gez\u00e4hlt worden, so hatte sich diese Zahl bis 1980 bereits vervierfacht (913&#8217;500). Von damals bis heute hat sie sich noch einmal mehr als verdoppelt und erreicht Ende 2020 eine Anzahl von 2&#8217;110&#8217;800 Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern. Diese Zahlen, die aus Volksz\u00e4hlungen und Bundesregistern stammen, untersch\u00e4tzen jedoch das Ausmass der Migration insofern, als mehrere hunderttausend im Ausland geborene Personen im Laufe ihres Lebens eingeb\u00fcrgert wurden. So ist die Zuwanderung aus dem Ausland f\u00fcr das gesamte Bev\u00f6lkerungswachstum verantwortlich, das in den letzten vierzig Jahren in der Schweiz zu beobachten war: Ohne sie w\u00e4re der Bestand der Schweizer Bev\u00f6lkerung geschrumpft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einwanderung war anf\u00e4nglich meist von kurzer Dauer und wurde im Rahmen einer Politik der Arbeitskr\u00e4fterotation organisiert. In den nachfolgenden Jahren haben sich ausl\u00e4ndische Staatsangeh\u00f6rige jedoch immer l\u00e4nger in der Schweiz aufgehalten. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die 1970er-Jahre und dem allm\u00e4hlichen \u00dcbergang zu einer Politik, die auf die Integration von Migrantenfamilien abzielte. Die Ansiedlung der Bev\u00f6lkerung mit Migrationshintergrund f\u00fchrte zur Entstehung einer Generation von Migrantenkindern, die manchmal auch als Secondos bezeichnet werden. Diese r\u00fcckte Anfang der 1980er-Jahre in den Fokus politischer Debatten (Bolzman et al., 1987; Steiner-Khamsi, 1985), insbesondere in engem Zusammenhang mit der Diskussion \u00fcber die Einb\u00fcrgerungsbedingungen dieser in der Schweiz geborenen oder aufgewachsenen Bev\u00f6lkerung. Sp\u00e4ter besch\u00e4ftigte sich auch die wissenschaftliche Literatur mit dem Prozess der Anpassung von Migrantenkindern an die Gesellschaft des Aufnahmelandes zwischen Assimilation, Integration und Transnationalismus (Cattacin et al., 2016) sowie mit ihrem Bildungserfolg (Gomensoro &amp; Bolzman, 2016; Felouzis et al., 2016).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage der generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t, d. h. die Entwicklung des wirtschaftlichen Status des Kindes im Vergleich zu dem der Eltern, ist mittlerweile Gegenstand einer umfangreichen Literatur, die sich insbesondere mit der Bedeutung der sozialen Schichtzugeh\u00f6rigkeit f\u00fcr das soziale Schicksal der Kinder befasst (Falcon, 2016). Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hat sich die Forschung auf zeitliche und regionale Unterschiede in der sozialen Mobilit\u00e4t (siehe Falcon, 2012) oder auf Unterschiede im Zusammenhang mit der Wirtschaftslage (L\u00e9vy et al., 1997) konzentriert und sich dabei weniger f\u00fcr Unterschiede zwischen den Untergruppen der Gesellschaft, insbesondere zwischen den verschiedenen Migrantengruppen, interessiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch verdient die generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t von Bev\u00f6lkerungsgruppen mit Migrationshintergrund von eher gering qualifizierten zugewanderten Eltern besondere Aufmerksamkeit, da ein Kind mit Migrationshintergrund oftmals grosse Anstrengungen unternehmen muss, um einen h\u00f6heren Status als die Elterngeneration zu erreichen. F\u00fcr sie gilt es oftmals zahlreiche H\u00fcrden zu \u00fcberwinden, die von der unzureichenden schulischen Unterst\u00fctzung durch die Eltern, die mit dem Schweizer Schulsystem nicht vertraut sind, Sprachschwierigkeiten, fehlenden Netzwerken f\u00fcr die Eingliederung in das Ausbildungssystem bis hin zur Diskriminierung bei der Einstellung reichen k\u00f6nnen. Gleichzeitig werden Migrantenkinder durch die Tatsache ermutigt, dass ihre Investitionen in Schulbildung einen Ausweg aus ihrer benachteiligten Situation darstellen. Zwei Studien, die um das Jahr 2000 in der Schweiz durchgef\u00fchrt wurden, haben sogar eine h\u00f6here aufsteigende soziale Mobilit\u00e4t f\u00fcr Migrantenkinder im Vergleich zu einheimischen Kindern nachgewiesen (Bauer &amp; Riphahn, 2007; Bolzman et al., 2003).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage der generationen\u00fcbergreifenden Mobilit\u00e4t erh\u00e4lt vor dem Hintergrund der Vielfalt der Migrationsstr\u00f6me eine besondere Dimension. Bis Anfang der 1980er-Jahre war in der Schweiz ein relativ niedriges Bildungsniveau charakteristisch f\u00fcr die Migrationsbev\u00f6lkerung, als die Zuwanderung von Arbeitern und Arbeiterinnen vor allem auf niedrig bezahlte T\u00e4tigkeiten (Baugewerbe, Hotel- und Gastst\u00e4ttengewerbe, Landwirtschaft, usw.) ausgerichtet war. Allerdings haben sich die Migrationsstr\u00f6me infolge der zunehmenden Tertiarisierung der Wirtschaft und der Spezialisierung der beruflichen T\u00e4tigkeiten allm\u00e4hlich ver\u00e4ndert. In Verbindung mit dem Inkrafttreten der Freiz\u00fcgigkeitsabkommens im Jahr 2002, das die Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit von Europ\u00e4ern erleichtert hat, haben die Vorz\u00fcge der Schweiz (politische Stabilit\u00e4t, g\u00fcnstige Steuerbedingungen usw.) daf\u00fcr gesorgt, dass sich zahlreiche multinationale Unternehmen angesiedelt haben und mehr Personal f\u00fcr hochqualifizierte T\u00e4tigkeiten gesucht wurde. Dieser Wandel hat letztendlich zu einer Diversifizierung des Bildungsniveaus der Migrantenbev\u00f6lkerung zum Ende des 20. Jahrhunderts gef\u00fchrt. In dieser Phase kamen einerseits hochqualifizierte Personen aus westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern und andererseits B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mit niedriger oder mittlerer Qualifikation aus dem Balkan in die Schweiz, die vor den Konflikten im ehemaligen Jugoslawien geflohen waren. In den letzten zwei Jahrzehnten stagnierte die Zahl der Zuz\u00fcge von gering qualifizierten Migranten in die Schweiz, w\u00e4hrend die Zahl der Zuz\u00fcge von hoch qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften aus westeurop\u00e4ischen und angels\u00e4chsischen L\u00e4ndern stark angestiegen ist (Wanner &amp; Steiner, 2018).<\/p>\n\n\n\n<p>Vor diesem Hintergrund der Diversifizierung der Migrationsstr\u00f6me wird anhand von Originaldaten die Entwicklung der generationen\u00fcbergreifenden Mobilit\u00e4t innerhalb von Migrantenfamilien in Bezug auf das Bildungsniveau beschrieben. Dabei werden folgende zwei Arten von Mobilit\u00e4t unterschieden: Zum einen die aufsteigende Mobilit\u00e4t, die dadurch definiert ist, dass ein Kind der zweiten Generation einen Abschluss erwirbt, der h\u00f6her ist als der der Eltern. Zum anderen die absteigende Mobilit\u00e4t, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Bildungsniveau des Kindes nicht das der Eltern erreicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daten und Methodik<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Bundesamt f\u00fcr Statistik f\u00fchrt jedes Jahr eine Strukturerhebung durch, die mehr als 200&#8217;000 in Privathaushalten lebende Personen im Alter von 15&nbsp;Jahren und \u00e4lter betrifft. Da es sich um eine j\u00e4hrliche Umfrage handelt, kann eine grosse Anzahl von Befragten erreicht werden, wenn mehrere Erhebungen zusammengefasst werden. Die Stichprobe f\u00fcr diese Erhebung stammt aus dem Einwohnerregister, auf dem auch die Bev\u00f6lkerungsstatistik (STATPOP) beruht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der Aktivit\u00e4ten des NCCR on the move, einem nationalen Forschungsprogramm \u00fcber Migration, lieferte das BFS die Daten der Strukturerhebung und von STATPOP mit einem Schl\u00fcssel, der die Verkn\u00fcpfung der beiden Quellen erm\u00f6glicht (Steiner &amp; Wanner, 2015). Mit STATPOP ist es dar\u00fcber hinaus m\u00f6glich, Eltern-Kind-Paare zu identifizieren. Diese Datenbanken weisen jedoch verschiedene M\u00e4ngel auf, wenn es um die Herstellung einer Verkn\u00fcpfung von Eltern und Kindern geht (siehe Wanner, 2019, S.&nbsp;51, f\u00fcr weitere Details). So ist es vor allem schwieriger, die Kinder von im Ausland geborenen Personen zu identifizieren als die Kinder von in der Schweiz geborenen Eltern. F\u00fcr die vorliegende Analyse wird jedoch davon ausgegangen, dass die Qualit\u00e4t dieser Daten und die generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t unabh\u00e4ngig voneinander betrachtet werden k\u00f6nnen. Ebenso wird davon ausgegangen, dass diese methodologische Einschr\u00e4nkung die vorliegenden Ergebnisse nicht in Frage stellen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bildungsniveau der in der Schweiz lebenden Personen wird ebenfalls durch die Strukturerhebung erfasst und kann ausgewertet werden. Um Informationen f\u00fcr eine ausreichende Stichprobe von Personen zu erhalten, wurden die zwischen 2010 und 2019 organisierten Strukturerhebungen betrachtet. Gem\u00e4ss der vom Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) vorgeschlagenen Typologie werden drei Bildungsstufen definiert: Sekundarstufe&nbsp;I (ohne abgeschlossene Primarschulbildung und diejenigen, die die Pflichtschule abgeschlossen haben), Sekundarstufe&nbsp;II (berufliche Anlehre oder Grundausbildung&nbsp;\u2013 z.&nbsp;B. Lehre, allgemeinbildende Schule&nbsp;\u2013 z.&nbsp;B. gymnasiale Maturit\u00e4t) und Terti\u00e4rstufe (Universit\u00e4t, h\u00f6here Berufsbildung, Hochschule). In dem Fall, dass sowohl ein Elternteil als auch ein Kind an der Strukturerhebung teilgenommen haben, sind also Informationen \u00fcber das abgeschlossene Bildungsniveau beider Generationen vorhanden. Anhand dieser Daten kann dann die generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t gemessen werden.<sup><sup><a id=\"post-2836-footnote-ref-3\" href=\"#post-2836-footnote-3\">[2]<\/a><\/sup><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Analysen beziehen sich auf die neun gr\u00f6ssten Migrantengemeinschaften, definiert nach dem Geburtsort des Elternteils, deren Kinder eine abgeschlossene Ausbildung haben. Diese neun Gemeinschaften umfassen drei Nachbarl\u00e4nder (Deutschland, Frankreich, Italien), zwei weitere EU-L\u00e4nder (Portugal und Spanien) und vier europ\u00e4ische L\u00e4nder, die keine EU\/EFTA-Mitgliedstaaten sind (T\u00fcrkei, Serbien, Mazedonien, Kosovo). Die anderen Gemeinschaften wurden nicht ber\u00fccksichtigt, da sie nicht \u00fcber eine ausreichende Personenzahl verf\u00fcgen. Zum Vergleich wurden diese Analysen auch bei Kindern von einheimischen Schweizern durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden nur Kinder einbezogen, die zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme an der Strukturerhebung zwischen 25 und 44 Jahre alt waren. Die untere Altersgrenze stellt sicher, dass das Kind in den meisten F\u00e4llen genug Zeit hatte, seine Ausbildung abzuschliessen. Durch die obere Altersgrenze ist es m\u00f6glich, sich auf die Migration in den letzten 50&nbsp;Jahren zu konzentrieren und damit auf die Kinder der zweiten Generation, die ihre Ausbildung Ende des 20. oder Anfang des 21.&nbsp;Jahrhunderts abgeschlossen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund des nicht synchronisierten Charakters der Migrationsstr\u00f6me weisen die Kinder der verschiedenen ber\u00fccksichtigten Gemeinschaften eine unterschiedliche Altersstruktur auf. Das Durchschnittsalter der Kinder zum Zeitpunkt der Strukturerhebung schwankt zwischen 28&nbsp;Jahren f\u00fcr Kosovaren, die Ende der 1990er-Jahre die gr\u00f6ssten Migrationsstr\u00f6me bildeten, und 35&nbsp;Jahren f\u00fcr Deutsche und Italiener, deren Migration sich \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum erstreckt (siehe Tabelle&nbsp;1).<sup><sup><a id=\"post-2836-footnote-ref-4\" href=\"#post-2836-footnote-4\">[3]<\/a><\/sup><\/sup> Ihre Eltern wiederum weisen ein Durchschnittsalter auf, das zwischen 55&nbsp;Jahren bei Portugiesen, Mazedoniern und Kosovaren und 66&nbsp;Jahren bei Deutschen liegt. Die beobachteten Unterschiede nach Herkunft lassen sich zum Teil dadurch erkl\u00e4ren, dass der Zeitpunkt der Familiengr\u00fcndung in den verschiedenen Gemeinschaften unterschiedlich sein kann. Deshalb betr\u00e4gt der Altersunterschied zwischen zwei Generationen bei Deutschen und Spaniern, die sp\u00e4ter Kinder bekommen, 31&nbsp;Jahre, w\u00e4hrend er bei Serben nur 24&nbsp;Jahre betr\u00e4gt. Die Abbildung A.1 im Anhang zeigt die Alterspyramiden der verschiedenen Eltern-Kind-Paare, aufgeschl\u00fcsselt nach Herkunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle&nbsp;1: Durchschnittsalter junger Erwachsener der zweiten Generation und ihrer Eltern, nach Geburtsort des Elternteils<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table><tbody><tr><td>&nbsp;<\/td><td>Durchschnittsalter<\/td><td>Personen insgesamt<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>Kind der 2. Generation<\/td><td>Elternteil<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>Deutschland<\/td><td>36<\/td><td>67<\/td><td>4&#8217;709<\/td><\/tr><tr><td>Frankreich<\/td><td>34<\/td><td>64<\/td><td>4&#8217;331<\/td><\/tr><tr><td>Italien<\/td><td>35<\/td><td>64<\/td><td>8&#8217;932<\/td><\/tr><tr><td>Portugal<\/td><td>29<\/td><td>55<\/td><td>1&#8217;202<\/td><\/tr><tr><td>Spanien<\/td><td>33<\/td><td>61<\/td><td>1&#8217;671<\/td><\/tr><tr><td>T\u00fcrkei<\/td><td>30<\/td><td>56<\/td><td>1&#8217;353<\/td><\/tr><tr><td>Serbien<\/td><td>31<\/td><td>56<\/td><td>803<\/td><\/tr><tr><td>Mazedonien<\/td><td>30<\/td><td>55<\/td><td>485<\/td><\/tr><tr><td>Kosovo<\/td><td>28<\/td><td>55<\/td><td>606<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Quelle: BFS, Strukturerhebung und STATPOP. Daten von Eltern-Kind-Paaren (25\u201344&nbsp;Jahre), die in der Strukturerhebung identifiziert wurden. Bewertung nach dem Gewicht, das dem Elternteil zugewiesen wurde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In einem ersten Schritt wird das Bildungsniveau von Migranten der ersten Generation und der zweiten Generation getrennt beschrieben. Danach wird die generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t anhand der Rekonstruktion von Eltern-Kind-Paaren dargestellt. Schliesslich wird der Einfluss der Herkunft auf diese Mobilit\u00e4t durch eine multivariate Analyse unter Ber\u00fccksichtigung verschiedener St\u00f6rfaktoren pr\u00e4zisiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Bildungsniveau von Erstmigranten und ihren Kindern<\/h2>\n\n\n\n<p>Abbildung&nbsp;1 zeigt das Bildungsniveau von Erstmigranten, die zwischen 2010 und 2020 an der Strukturerhebung teilgenommen haben, geordnet nach Nationalit\u00e4t und Zeitraum der Ankunft in der Schweiz. Sie macht den raschen Anstieg des Bildungsniveaus bei den Personen, die sich in der Schweiz niederlassen, deutlich. Dieser Anstieg ist bei Personen der deutschen (die bis Anfang des 21.&nbsp;Jahrhunderts zugewandert sind), franz\u00f6sischen, spanischen und italienischen Gemeinschaft besonders ausgepr\u00e4gt. Bei den anderen Gemeinschaften, vor allem denen aus Portugal, Serbien und Mazedonien, f\u00e4llt dieser Anstieg weniger stark aus. Gleichzeitig nimmt der Anteil der Erstmigranten mit einer Ausbildung auf Sekundarstufe&nbsp;I bei allen Gemeinschaften mit Ausnahme der portugiesischen Gemeinschaft ab, bleibt aber bei den T\u00fcrken, Mazedoniern und Kosovaren hoch (\u00fcber 40&nbsp;%). So weisen die verschiedenen Gemeinschaften starke Unterschiede hinsichtlich des Bildungsniveaus auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung&nbsp;1: Bildungsniveau der 1. Generation von Migranten nach Zeitpunkt ihrer Ankunft in der Schweiz. Prozentangaben zu Personen, die zwischen 2010 und 2019 in der Schweiz leben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung_1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"814\" height=\"331\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung_1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2996\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung_1.png 814w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung_1-300x122.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung_1-768x312.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 814px) 100vw, 814px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Quelle: BFS, Datenpool der Strukturerhebung. Personen, die zwischen 2010 und 2019 an einer Strukturerhebung teilgenommen haben, f\u00fcr die das Datum der Ankunft in der Schweiz bekannt ist, unabh\u00e4ngig vom elterlichen Status. Gewichtete Daten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Da Kinder in die Analyse aufgenommen wurden, die zum Zeitpunkt der Strukturerhebung zwischen 25 und 44&nbsp;Jahre alt waren, sind ihre Eltern in der Regel in den letzten beiden Jahrzehnten des 20.&nbsp;Jahrhunderts oder, seltener, im ersten Jahrzehnt des 21.&nbsp;Jahrhunderts in die Schweiz gekommen. Diese Erstmigranten geh\u00f6ren daher in der Regel zu den Migrationsstr\u00f6men mit geringer Qualifikation. Mit Ausnahme der deutschen und franz\u00f6sischen Gemeinschaften (33&nbsp;% bzw. 34&nbsp;%) liegt der Anteil der Erstmigranten mit einem Abschluss auf Terti\u00e4rniveau zwischen 7&nbsp;% (Portugal) und 15&nbsp;% (Spanien, siehe Abbildung&nbsp;2). Im Gegenzug schwankt der Anteil der Eltern mit einem Bildungsniveau der Sekundarstufe&nbsp;I zwischen 11&nbsp;% bei Deutschen und 74&nbsp;% bei Portugiesen, wobei auch bei T\u00fcrken (64&nbsp;%), Mazedoniern (63&nbsp;%) und Kosovaren (61&nbsp;%) Anteile von \u00fcber 60&nbsp;% zu verzeichnen sind. Im Vergleich dazu weisen in der Schweiz geborene Eltern, deren Kinder zwischen 25 und 44&nbsp;Jahre alt sind, ein niedrigeres Bildungsniveau auf als Deutsche und Franzosen (22&nbsp;% der Eltern mit Abschluss auf Terti\u00e4rniveau gegen\u00fcber 21&nbsp;% mit Abschluss Sekundarstufe&nbsp;I), aber ein h\u00f6heres als alle anderen untersuchten Migrantengemeinschaften. Sie zeichnen sich auch durch einen hohen Anteil an Personen mit einer Ausbildung auf Sekundarstufe&nbsp;II (57&nbsp;%) aus, was eine Folge des auf die Lehre ausgerichteten Schweizer Bildungssystems ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung&nbsp;2: Bildungsniveau der 1. und 2.&nbsp;Generation von Personen mit Migrationshintergrund und in der Schweiz geborenen Personen. Angaben f\u00fcr die Jahre 2010 bis 2019 in Prozent.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-7.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-7.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2960\" width=\"774\" height=\"317\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-7.png 930w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-7-300x123.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-7-768x315.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 774px) 100vw, 774px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Quelle: BFS, Strukturerhebung und STATPOP. Daten von Eltern-Kind-Paaren (25\u201344&nbsp;Jahre), die in der Strukturerhebung identifiziert wurden. Bewertung nach dem Gewicht, das dem Elternteil zugewiesen wurde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Vergleich des Bildungsniveaus der Kinder der 2.&nbsp;Generation liefert einen ersten Hinweis auf die generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t. So weisen diese Kinder im Alter von 25 bis 44&nbsp;Jahren durchweg ein h\u00f6heres Bildungsniveau auf als ihre Eltern. Je nach Nationalit\u00e4t schwankt der Anteil der Kinder mit einem Abschluss auf Terti\u00e4rstufe zwischen 20&nbsp;% (Kosovo +10&nbsp;Prozentpunkte im Vergleich zur Elterngeneration) und 54&nbsp;% (Deutschland +21&nbsp;Prozentpunkte). Im Gegensatz dazu schwankt der Anteil der Kinder mit einem Abschluss der Sekundarstufe&nbsp;I zwischen 3&nbsp;% (Deutschland, -8&nbsp;Punkte) und 14&nbsp;% (Mazedonien -49&nbsp;Punkte). In allen Gemeinschaften, ausser der deutschen, steigt auch der Anteil der Kinder mit einem Bildungsabschluss der Sekundarstufe&nbsp;II im Vergleich zu dem ihrer Eltern. Der Anstieg des Anteils der Personen mit Terti\u00e4rbildung von einer Generation zur n\u00e4chsten ist auch f\u00fcr die in der Schweiz geborenen Personen charakteristisch (von 22&nbsp;% auf 46&nbsp;%). Bei dieser Gruppe nimmt der Anteil der Personen mit einem Abschluss der Sekundarstufe&nbsp;II jedoch ab und schliesst sich damit dem Muster an, das bei den Deutschen zu beobachten ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t innerhalb der Familie<\/h2>\n\n\n\n<p>Die generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t kann durch die Analyse von Eltern-Kind-Paaren beschrieben werden. Abbildung&nbsp;3 stellt in diesem Zusammenhang das abgeschlossene Bildungsniveau der Kinder (im Alter von 25 bis 44&nbsp;Jahren) in Abh\u00e4ngigkeit vom Bildungsniveau des Elternteils dar, und zwar f\u00fcr alle Migrantengemeinschaften zusammen betrachtet. Zum Vergleich wird dies ebenfalls f\u00fcr die Schweizer Einheimischen dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Erstmigranten, die nur eine Ausbildung der Sekundarstufe&nbsp;I abgeschlossen haben, betrifft die Aufw\u00e4rtsmobilit\u00e4t 90&nbsp;% ihrer Kinder: 32&nbsp;% von ihnen erreichen ein Bildungsniveau der Terti\u00e4rstufe und 57&nbsp;% ein Bildungsniveau der Sekundarstufe&nbsp;II. Diese Aufw\u00e4rtsmobilit\u00e4t ist \u00e4hnlich wie bei den Einheimischen (93&nbsp;%, von denen 31&nbsp;% ein Bildungsniveau der Terti\u00e4rstufe erreicht haben). Bei Migrantenkindern, deren Elternteil die Sekundarstufe&nbsp;II abgeschlossen hat, zeichnet sich fast die H\u00e4lfte (46&nbsp;%) durch eine Aufw\u00e4rtsmobilit\u00e4t (auf Terti\u00e4rstufe) aus, ein Anteil, der mit dem der Schweizer Eltern identisch ist. Eine Abw\u00e4rtsmobilit\u00e4t, d.&nbsp;h. die Tatsache, dass das Kind nur eine Ausbildung auf der Sekundarstufe&nbsp;I abgeschlossen hat, w\u00e4hrend der Elternteil eine Ausbildung auf der Sekundarstufe&nbsp;II absolviert hat, betrifft nur 5&nbsp;% der Kinder. Und bei den Erstmigranten mit terti\u00e4rem Bildungsabschluss erreichten 68&nbsp;% der Kinder denselben Bildungsabschluss und stellen damit einen h\u00f6heren Anteil als bei den Einheimischen (63&nbsp;%) dar. In dieser Gruppe betrifft die Abw\u00e4rtsmobilit\u00e4t Minderheiten und bezieht sich haupts\u00e4chlich auf den \u00dcbergang in die Sekundarstufe&nbsp;II.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit ist die generationen\u00fcbergreifende Aufw\u00e4rtsmobilit\u00e4t in Migrantenfamilien \u00e4hnlich hoch wie in Familien, die in der Schweiz geboren sind. Trotz der in der Literatur identifizierten Bildungsbarrieren f\u00fcr Migrantenkinder wie Diskriminierung oder Sprachschwierigkeiten (Landoes, 2022) sind die Leistungen von Migrantenkindern \u00e4hnlich wie die von Kindern von Einheimischen mit demselben sozialen Hintergrund. Zu den m\u00f6glichen Erkl\u00e4rungen geh\u00f6ren die hohen Bildungsanspr\u00fcche einiger Migrantenkinder (Bolzman et al., 2003) sowie der Umstand, dass Migrantenfamilien in der Schweiz ein integrativeres Bildungssystem zur Verf\u00fcgung steht als in ihren jeweiligen Herkunftsl\u00e4ndern. Dar\u00fcber hinaus haben ganz allgemein alle Gruppen der Gesellschaft, Migranten wie Einheimische, eine stetige Zunahme des Bildungsniveaus in den Industriel\u00e4ndern erlebt. Die OECD (2021) merkt an, dass \u201eder Anteil der Erwachsenen mit einem Abschluss im Terti\u00e4rbereich unter den im Inland und den im Ausland geborenen Erwachsenen dem Gesamtmuster des Landes folgt\u201c. Der Zugang zu einer Terti\u00e4rbildung variiert jedoch je nach Herkunft und ist f\u00fcr Kinder, deren Eltern zu den hoch qualifizierten Migrationsstr\u00f6men geh\u00f6ren, leichter als f\u00fcr Kinder von Erstmigranten mit mittleren oder niedrigen Qualifikationen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind eine Terti\u00e4rbildung erreicht, \u00e4ndert sich also mit der sozialen Herkunft der Migrantenfamilien.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung&nbsp;3: Verteilung des Bildungsniveaus der Kinder entsprechend dem erreichten Bildungsniveau des Elternteils. Personen mit Migrationshintergrund und Einheimische, zwischen 2010 und 2019.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-8.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-8.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2962\" width=\"701\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-8.png 922w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-8-300x140.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-8-768x358.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 701px) 100vw, 701px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Quelle: BFS, STATPOP und Strukturerhebungen. Daten von Eltern-Kind-Paaren (25\u201344&nbsp;Jahre), die in der Strukturer<\/em>hebung identifiziert wurden. Bewertung nach dem Gewicht, das dem Elternteil zugewiesen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine detaillierte Analyse zeigt Unterschiede zwischen den Herkunftsl\u00e4ndern bei der Aufw\u00e4rtsmobilit\u00e4t, wenn der Elternteil einen Abschluss der Sekundarstufe I hat. Der Zugang zu einem Abschluss auf Terti\u00e4rniveau ist in diesem Fall f\u00fcr Spanier (38 %) und Franzosen (37 %) am h\u00f6chsten und f\u00fcr Mazedonier (20 %) und Kosovaren (13 %) am niedrigsten. Letztere weisen den h\u00f6chsten Grad an Immobilit\u00e4t auf (26 % der Kinder bleiben auf dem Niveau der Sekundarstufe I), vor Mazedoniern (18 %) und Serben (16 %). Bei Deutschen, Spaniern und Italienern liegt der Anteil der generations\u00fcbergreifenden Immobilit\u00e4t hingegen bei unter 10 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Kindern, deren Eltern eine Ausbildung der Sekundarstufe II abgeschlossen haben, ist die Aufw\u00e4rtsmobilit\u00e4t bei Portugiesen und Deutschen \u00fcberdurchschnittlich hoch (50 % bzw. 49 % erreichen die Terti\u00e4rstufe). Die Gemeinschaften aus dem Balkan hingegen weisen die geringste Aufw\u00e4rtsmobilit\u00e4t auf. Bei Eltern mit terti\u00e4rem Bildungsabschluss ist die Abw\u00e4rtsmobilit\u00e4t vor allem bei mazedonischen Kindern (59 % erreichen keinen Hochschulabschluss), kosovarischen Kindern (57 %) und portugiesischen Kindern (51 %) zu beobachten, w\u00e4hrend sie bei Deutschen, wo 30 % der Kinder von Akademikern diesen Abschluss nicht erreichen, und Franzosen (32 %) gering ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung&nbsp;4: Bildungsniveau des Kindes entsprechend Herkunft und Bildungsniveau des Elternteils von 2010 bis 2019.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-9.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-9.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2964\" width=\"720\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-9.png 850w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-9-300x160.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-9-768x410.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-10.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-10.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2966\" width=\"713\" height=\"380\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-10.png 850w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-10-300x160.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-10-768x410.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 713px) 100vw, 713px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-11.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-11.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2968\" width=\"712\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-11.png 850w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-11-300x160.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-11-768x410.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Quelle:<\/em> <em>STATPOP und SE. Daten von Eltern-Kind-Paaren (25\u201344&nbsp;Jahre), die in der Strukturerhebung identifiziert wurden. Bewertung nach dem Gewicht, das dem Elternteil zugewiesen wurde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diese Darstellung des Bildungsniveaus wurden die Kinder unabh\u00e4ngig von ihrem Geschlecht betrachtet. Es ist jedoch interessant zu pr\u00fcfen, ob es hinsichtlich dieses Kriteriums Unterschiede gibt: Insgesamt schliesst eine Tochter, wenn der Elternteil eine Ausbildung auf Sekundarstufe&nbsp;I hat, seltener eine Ausbildung auf Terti\u00e4rstufe ab (31&nbsp;% gegen\u00fcber 38&nbsp;% bei einem m\u00e4nnlichen Kind). Diese Tendenz (25&nbsp;% gegen\u00fcber 39&nbsp;%) l\u00e4sst sich auch f\u00fcr die Schweiz beobachten. Gleiches kann auch f\u00fcr die generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t zwischen der Sekundarstufe&nbsp;II und der Terti\u00e4rstufe (45&nbsp;% gegen\u00fcber 48&nbsp;%) festgestellt werden. Allerdings lassen sich je nach Herkunft unterschiedliche Profile beobachten: Der Anteil der Kinder von gering qualifizierten Eltern (Sekundarstufe&nbsp;I), die eine terti\u00e4re Bildungsstufe erreicht haben, ist bei den Jungen im Vergleich zu den M\u00e4dchen in allen Gemeinschaften der Europ\u00e4ischen Union (ausser Portugal) h\u00f6her. Die Differenz betr\u00e4gt etwa 10&nbsp;Prozentpunkte. Bei den Portugiesen ist hingegen der Anteil der T\u00f6chter, die die Terti\u00e4rstufe erreichen, deutlich h\u00f6her als der der S\u00f6hne (40&nbsp;% im Vergleich zu 28&nbsp;%). Bei den nicht europ\u00e4ischen Gemeinschaften ist das Verh\u00e4ltnis zwischen S\u00f6hnen und T\u00f6chtern relativ ausgeglichen, ausser bei den mazedonischen Kindern: dort schneiden die S\u00f6hne besser ab als die T\u00f6chter (siehe Abbildung&nbsp;5).<\/p>\n\n\n\n<p>Diese deskriptiven Ergebnisse wurden anschliessend mit einer multivariaten Analyse erweitert, die neben der urspr\u00fcnglichen Nationalit\u00e4t auch verschiedene Variablen ber\u00fccksichtigt, die einen Einfluss haben k\u00f6nnten. Dazu z\u00e4hlen das Geschlecht und das Alter des Kindes, der Zeitraum, in dem der Erstmigrant bzw. die Erstmigrantin in die Schweiz gekommen ist, sofern verf\u00fcgbar, der Einb\u00fcrgerungsstatus des Erstmigranten oder der Erstmigrantin und der Wohnkanton des Kindes. Diese multivariaten Ergebnisse best\u00e4tigen eine st\u00e4rkere generationen\u00fcbergreifende Immobilit\u00e4t von Gemeinschaften, die nicht der EU\/EFTA angeh\u00f6ren, sowie eine st\u00e4rkere Aufw\u00e4rtsmobilit\u00e4t bei Kindern aus S\u00fcdeuropa, insbesondere bei Italienern und Portugiesen. Die Kinder von Migranten aus westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern (Frankreich und Deutschland), die eine h\u00f6here soziale Herkunft haben, weisen hingegen ein erh\u00f6htes Risiko der Abw\u00e4rtsmobilit\u00e4t auf. Beide Tendenzen f\u00fchren damit zu einer Homogenisierung des Bildungsniveaus der zweiten Generation. Mit anderen Worten scheint es bei diesen beiden Gemeinschaften einen Deckeneffekt in Bezug darauf zu geben, dass das Bildungsniveau der Eltern bereits sehr hoch ist und es damit f\u00fcr die Kinder schwierig ist, dieses noch weiter zu steigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung&nbsp;5: Erreichtes Bildungsniveau des Kindes, nach Geschlecht und urspr\u00fcnglicher Nationalit\u00e4t des Kindes, wenn der Elternteil ein Bildungsniveau der Sekundarstufe&nbsp;I hat, von 2010 bis 2019.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-12.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-12.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2970\" width=\"761\" height=\"808\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-12.png 930w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-12-282x300.png 282w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/image-12-768x816.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 761px) 100vw, 761px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Quelle: STATPOP und SE. Daten von Eltern-Kind-Paaren (25\u201344&nbsp;Jahre), die in der Strukturerhebung identifiziert wurden. Bewertung nach dem Gewicht, das dem Elternteil zugewiesen wurde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Unsere Ergebnisse zeigen die generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t f\u00fcr verschiedene Migrantengemeinschaften, die aus den Migrationsstr\u00f6men des sp\u00e4ten 20. und fr\u00fchen 21.&nbsp;Jahrhunderts hervorgegangen sind. F\u00fcr die Analyse wurden Daten aus der Verwaltung ausgewertet, die trotz ihrer grossen Menge einige M\u00e4ngel aufwiesen. So lieferten diese Daten z.&nbsp;B. keine Angaben zu den Migrationsmerkmalen (Grund der Migration, Wohnmobilit\u00e4t innerhalb der Schweiz, usw.) oder zum Schulort des Elternteils (nur in der Schweiz oder teilweise in der Schweiz oder im Ausland). Zudem ist es mit ihnen nicht m\u00f6glich, zwischen Paaren mit Eltern aus demselben Land und binationalen Paaren zu unterscheiden. Was die Kinder betrifft, so wurde davon ausgegangen, dass die meisten von ihnen in der Schweiz zur Schule gegangen sind, doch es lagen keine weiteren Details \u00fcber ihre Schullaufbahn vor, die \u00fcber die h\u00f6chste erreichte Bildungsstufe hinausgehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz dieser Einschr\u00e4nkungen, die es unm\u00f6glich machen, Hypothesen zur Erkl\u00e4rung der Unterschiede zwischen den Gemeinschaften aufzustellen, liefern die beobachteten Ergebnisse interessante Informationen \u00fcber die generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t innerhalb der Migrantengemeinschaften. Dar\u00fcber hinaus aktualisieren diese Ergebnisse die Studien von Falcon (2016), die das gesamte 20.&nbsp;Jahrhundert abdecken, und von Bauer und Riphahn (2007), die auf Haushalten von Familien basieren, wo die Kinder noch im schulpflichtigen Alter sind. Da der Fokus der vorliegenden Studie auf der h\u00f6chsten abgeschlossenen Ausbildung der zweiten Generation nach Erreichen des Erwachsenenalters liegt, machen die dazu ausgewerteten Daten die generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Mobilit\u00e4t, und sie ist viel h\u00e4ufiger von aufsteigender als von absteigender Natur. Das Bildungsniveau der Personen mit traditionellem Migrationshintergrund, die \u00fcber eine mittlere Qualifikation verf\u00fcgen, steigt von einer Generation zur n\u00e4chsten. Dieser Anstieg entspricht der Entwicklung, die sich innerhalb der einheimischen Bev\u00f6lkerung beobachten l\u00e4sst. Aus statistischer Sicht stellt ein Migrationshintergrund also keinen Nachteil in Bezug auf eine generationen\u00fcbergreifende Aufw\u00e4rtsmobilit\u00e4t dar. Dieses Ergebnis bedeutet jedoch nicht, dass es keine Hindernisse f\u00fcr die generationen\u00fcbergreifende Mobilit\u00e4t gibt. Es weist darauf hin, dass Personen mit Migrationshintergrund in der Lage sind, diese Hindernisse zu \u00fcberwinden. Dies erfolgt wahrscheinlich durch einen st\u00e4rkeren Fokus auf die Bildung junger Menschen, die einen Ausweg aus einer als ung\u00fcnstig empfundenen sozialen Situation erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese allgemeine Feststellung sagt jedoch wenig \u00fcber die unterschiedlichen Profile je nach Nationalit\u00e4t aus: so ist vor allem der Zugang zur Terti\u00e4rstufe f\u00fcr Kinder aus den Nachbarl\u00e4ndern oder von der iberischen Halbinsel h\u00f6her als f\u00fcr Kinder aus Familien, die aus den Balkanl\u00e4ndern zugewandert sind. Was die Unterscheidung nach Geschlechtern angeht, so ist die Aufw\u00e4rtsmobilit\u00e4t, ausgedr\u00fcckt durch einen terti\u00e4ren Abschluss f\u00fcr Kinder, die von einem Elternteil mit Bildungsniveau der Sekundarstufe&nbsp;I abstammen, bei M\u00e4dchen portugiesischer Herkunft im Vergleich zu Jungen st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt. Bei den anderen analysierten EU\/EFTA-L\u00e4ndern und Mazedonien ist sie hingegen bei den Jungen st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt. Bei den \u00fcbrigen Gemeinschaften ist kein geschlechtsspezifischer Unterschied zu beobachten. Und schliesslich zeigt die Analyse, dass ein Kind aus einer deutschen oder franz\u00f6sischen Akademikerfamilie im Vergleich zu Kindern aus anderen Migrantengemeinschaften mit einer h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit nicht das von den Eltern erreichte Bildungsniveau erreicht. Diese Abw\u00e4rtsmobilit\u00e4t k\u00f6nnte darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, dass beide Gemeinschaften vornehmlich aus hoch qualifizierten Zuwanderern bestehen und es f\u00fcr ihre Kinder daher schwieriger ist, das Bildungsniveau ihrer Eltern zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt verschiedene Faktoren, die die Unterschiede in der generationen\u00fcbergreifenden Mobilit\u00e4t erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, die sich je nach Herkunft herausgestellt haben. F\u00fcr Gemeinschaften, die aus einem Land stammen, das eine lokale Sprache der Schweiz spricht, sind Sprachkenntnisse ein Faktor, der sich positiv auf den Schulerfolg des Kindes auswirken kann. Bei den Spaniern, die einen eher fr\u00fchen Migrationsstrom darstellen, ist die zweite Generation \u00fcberwiegend in der Schweiz geboren (90&nbsp;%) und wurde bereits in jungen Jahren in das Schweizer Schulsystem eingegliedert. Dies ist bei der zweiten Generation aus den Balkanl\u00e4ndern seltener der Fall: Nur 44&nbsp;% der serbischen Kinder, 23&nbsp;% der mazedonischen Kinder und 20&nbsp;% der kosovarischen Kinder aus der hier verarbeiteten Stichprobe wurden in der Schweiz geboren, der Rest ist erst in einem sp\u00e4teren Alter zugezogen. Das Alter bei der Ankunft in der Schweiz ist jedoch ein wichtiger Faktor f\u00fcr den Schulerfolg (Bratu &amp; Dahlsberg, 2021; Lemmermann &amp; Riphahn, 2018; Meunier, 2011). Dar\u00fcber hinaus kann eine Diskriminierung bei der schulischen Orientierung der Sch\u00fcler, insbesondere beim Verlassen der Sekundarstufe&nbsp;I, nicht ausgeschlossen werden. Sie wirkt sich vor allem negativ auf die Kinder aus, deren Familien weiter von der Schweizer Kultur entfernt sind (Charmillot, 2013). Die Tatsache, dass die grosse Mehrheit der Kinder mit einem Elternteil, dessen Bildungsniveau nicht \u00fcber die Sekundarstufe&nbsp;I hinausgeht, besser abschneidet als ihr Elternteil, weist jedoch auf ein Schulsystem hin, das die M\u00f6glichkeit einer Aufw\u00e4rtsmobilit\u00e4t bietet.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschliessend l\u00e4sst sich sagen, dass die in dieser Studie vorgestellten Ergebnisse Konsequenzen f\u00fcr die Integrationspolitik haben werden. W\u00e4hrend sich die Wirtschaft terti\u00e4risiert und spezialisiert, brauchen die neuen Generationen, die in den Arbeitsmarkt eintreten, h\u00f6here Qualifikationen. Damit ist der allgemeine Anstieg des Bildungsniveaus von einer Generation zur n\u00e4chsten auch eine Reaktion auf die Ver\u00e4nderungen auf dem Arbeitsmarkt mit einer gr\u00f6sseren Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften. Um die Entstehung benachteiligter Minderheiten zu verhindern, die nur gering qualifizierte T\u00e4tigkeiten aus\u00fcben k\u00f6nnen, ist es wichtig zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob das Schulsystem jedem Sch\u00fcler und jeder Sch\u00fclerin unabh\u00e4ngig von der Herkunft die gleichen Erfolgschancen bietet. Die Ergebnisse f\u00fcr bestimmte Gruppen, die aus Nicht-EU\/EFTA-Staaten zugewandert sind, zeigen, dass es noch einige Hindernisse gibt und dass noch Anstrengungen und Anpassungen erforderlich sind, um diese Chancengleichheit zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anhang<\/h2>\n\n\n\n<p>Abbildung A.1: Alter der in der Analyse ber\u00fccksichtigten Kinder und Eltern<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Annex_1_DE_update.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"726\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Annex_1_DE_update-726x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3002\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Annex_1_DE_update-726x1024.png 726w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Annex_1_DE_update-213x300.png 213w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Annex_1_DE_update-768x1083.png 768w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Annex_1_DE_update-1089x1536.png 1089w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Annex_1_DE_update-1452x2048.png 1452w\" sizes=\"auto, (max-width: 726px) 100vw, 726px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li id=\"post-2836-footnote-2\">Diese Studie wurde vom Nationalen Forschungszentrum nccr \u2013 on the move unterst\u00fctzt und vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert. <a href=\"#post-2836-footnote-ref-2\">\u2191<\/a><\/li><li id=\"post-2836-footnote-3\">F\u00fcr jeden Elternteil wird nur ein Eltern-Kind-Paar betrachtet. In den seltenen F\u00e4llen, in denen mehrere Kinder an der Strukturerhebung beteiligt waren, wurden die Informationen des \u00e4ltesten Kindes ber\u00fccksichtigt. <a href=\"#post-2836-footnote-ref-3\">\u2191<\/a><\/li><li id=\"post-2836-footnote-4\">Da bei einem Teil der Eltern das Datum der Ankunft in der Schweiz nicht bekannt ist, ist eine genaue Beschreibung ihrer Zugeh\u00f6rigkeit zu den aufeinanderfolgenden Migrationsstr\u00f6men nicht m\u00f6glich. <a href=\"#post-2836-footnote-ref-4\">\u2191<\/a><\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung[1] Als Einwanderungsland verzeichnete die Schweiz seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs einen sehr starken Migrationsstrom, haupts\u00e4chlich aus europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Waren in der Schweiz 1951 noch 223&#8217;600 Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder gez\u00e4hlt worden, so hatte sich diese Zahl bis 1980 bereits vervierfacht (913&#8217;500). 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