{"id":3954,"date":"2024-06-17T21:20:41","date_gmt":"2024-06-17T19:20:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/?p=3954"},"modified":"2024-08-27T14:28:42","modified_gmt":"2024-08-27T12:28:42","slug":"das-profil-der-politikerinnen-linker-parteien-in-grossen-schweizer-stadten-1910-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/?p=3954","title":{"rendered":"Das Profil der PolitikerInnen linker Parteien in grossen Schweizer St\u00e4dten, 1910-2020."},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einf\u00fchrung<sup><a id=\"post-3954-footnote-ref-2\" href=\"#post-3954-footnote-2\">[1]<\/a><\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>In der Schweiz sind die grossen St\u00e4dte historisch gesehen Hochburgen der linken Parteien. W\u00e4hrend die politischen Institutionen auf Bundes- und Kantonsebene &#8211; mit einigen wenigen Ausnahmen &#8211; weiterhin von rechten Parteien dominiert werden, ist dies in den st\u00e4dtischen Exekutiven und Legislativen nicht der Fall. Die Linke erlebte dort zwei Perioden der Dominanz. Die erste fand in der Zwischenkriegszeit statt, als insbesondere die St\u00e4dte Basel, Lausanne, und Z\u00fcrich, wie mehrere europ\u00e4ische St\u00e4dte, zeitweise von sozialdemokratischen Mehrheiten verwaltet wurden. Diese Zeit wird oft als &#8220;kommunaler Sozialismus&#8221; bezeichnet. Die zweite Phase begann in den 1990er Jahren. Seitdem werden die grossen Schweizer St\u00e4dte von linken Koalitionen regiert, die aus der Sozialdemokratischen Partei, den Gr\u00fcnen und den Parteien der radikalen Linken bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die linken Parteien in der Zwischenkriegszeit erstmals an die Macht kamen, lebte in den Schweizer St\u00e4dten ein Grossteil der Arbeiterschaft \u2013 eine Konsequenz der Industrialisierung und Urbanisierung seit der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts (siehe Walter 1994). Zu dieser Zeit bildeten die Arbeiterklassen die Hauptw\u00e4hlerschaft der linken Parteien, welche ihrerseits aus der Arbeiterbewegung hervorgegangen waren. Es gab lokale Sektionen der Sozialdemokratischen Partei, die 1888 auf nationaler Ebene gegr\u00fcndet worden war, und Sektionen der Kommunistischen Partei, die 1921 gegr\u00fcndet wurde<sup><a id=\"post-3954-footnote-ref-3\" href=\"#post-3954-footnote-3\">[2]<\/a><\/sup>. Als die St\u00e4dte in den 1990er Jahren wieder nach links umschwangen, hatten sie tiefgreifende sozio\u00f6konomische und politische Ver\u00e4nderungen durchgemacht. Erstens hatte die Besch\u00e4ftigungsstruktur seit den 1970er Jahren einen starken Terti\u00e4risierungsprozess durchlaufen, was den Aufstieg der lohnabh\u00e4ngigen Mittelschicht innerhalb der st\u00e4dtischen Erwerbsbev\u00f6lkerung beg\u00fcnstigte (siehe Oesch 2006). Zweitens wurden die St\u00e4dte ab diesem Jahrzehnt bis in die 1990er Jahre hinein von einer regelrechten \u201eurbanen Krise\u201c geplagt, die sich in erheblichen Bev\u00f6lkerungsverlusten und der zunehmenden Pr\u00e4senz von sogenannten \u201evulnerablen\u201c Personen manifestierte (R\u00e9rat 2016). Drittens entstanden ab den 1970er Jahren im Anschluss an die Ereignisse des Mai 68 \u201eneue soziale Bewegungen\u201c, die \u00f6kologisch, feministisch oder pazifistisch ausgerichtet waren (Giugni 1995). Ein Teil ihrer Aktivisten gr\u00fcndete neue Linksparteien, darunter mehrere Umweltorganisationen (die sich 1983 auf nationaler Ebene vereinigten und 1993 den Namen \u201eDie Gr\u00fcnen\u201c annahmen) oder radikale Linksparteien wie die Progressiven Organisationen der Schweiz (POCH) in den Deutschschweizer St\u00e4dten. Andere AktivistInnen schlossen sich der Sozialdemokratischen Partei an. Die SP erweitert ihr Wahlangebot schrittweise, um die lohnabh\u00e4ngigen Mittelschichten zu erreichen (Rennwald 2015).<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Studie befasst sich mit der sozio-professionellen Entwicklung der gew\u00e4hlten VertreterInnen in den vier gr\u00f6ssten Schweizer St\u00e4dten: Basel, Genf, Lausanne und Z\u00fcrich. Sie kn\u00fcpft insbesondere an die Arbeiten von Pilotti (2017) zum Profil der eidgen\u00f6ssischen Parlamentarier und von Di Capua (2022) und Lasseb (2024) zu den Mitgliedern der st\u00e4dtischen Legislativen und Exekutiven an, die auf die geringe Repr\u00e4sentativit\u00e4t bestimmter Bev\u00f6lkerungsschichten in den repr\u00e4sentativen politischen Institutionen hinweisen. Wir besch\u00e4ftigen uns jedoch speziell mit den gew\u00e4hlten VertreterInnen der linken Parteien. Inwiefern wirken sich die Ver\u00e4nderungen, die wir oben erw\u00e4hnt haben, auf ihr sozio-professionelles Profil aus? Teilen die linken Mandatstr\u00e4gerInnen, die in der Zwischenkriegszeit die St\u00e4dte verwalteten, \u00e4hnliche Merkmale mit ihren KollegInnen, die den Koalitionen angeh\u00f6rten, die seit den 1990er Jahren die grossen St\u00e4dte regieren?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Entwicklung der Linken in den grossen St\u00e4dten<\/h2>\n\n\n\n<p>Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gewann die Sozialdemokratische Partei, insbesondere durch die schrittweise Einf\u00fchrung des Proporzwahlrechts, Sitze in den Parlamenten und sp\u00e4ter in den Regierungen der grossen St\u00e4dte. Wie in Abbildung 1 zu sehen ist, kam es ab 1928 in Z\u00fcrich, 1934 in Lausanne, und 1935 in Basel zu einem Linksruck in den Stadtverwaltungen<sup><a id=\"post-3954-footnote-ref-4\" href=\"#post-3954-footnote-4\">[3]<\/a><\/sup>. Diese Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, in der es zu einer sehr starken politischen Polarisierung kam, war die Zeit des \u201ekommunalen Sozialismus\u201c. Dieser war in mehreren europ\u00e4ischen St\u00e4dten durch den Willen gekennzeichnet, die \u00f6ffentlichen Dienstleistungen zugunsten der Arbeiterklasse auszubauen, insbesondere in Bezug auf die \u00f6ffentliche Wasser, Gas- und Stromversorgung (Dogliani 2002). In der Schweiz bek\u00e4mpften die linksgerichteten Stadtverwaltungen, die mit den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise konfrontiert waren, vor allem die Arbeitslosigkeit, die die Stadtbev\u00f6lkerung hart traf. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stellen jedoch trotz des Aufkommens der radikalen linken Parteien die rechten Parteien in den grossen St\u00e4dten wieder die Mehrheit. Diese Periode, die Anfang der 1950er Jahre begann, war von Wirtschaftswachstum und politischer Konkordanz gepr\u00e4gt. So ist der \u00dcbergang von einer Logik der Konfrontation zu einer Logik der relativen Zusammenarbeit und der Integration der linken Parteien zu beobachten, die sich in einer Minderheitsbeteiligung in den Exekutiven der St\u00e4dte niederschl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 1: Anteil der Sitze von linken Koalitionen in den Exekutiven der vier St\u00e4dte, 1900-2020<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/word-image-3954-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3958\" width=\"977\" height=\"710\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/word-image-3954-1.png 1302w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/word-image-3954-1-300x218.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/word-image-3954-1-1024x745.png 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/word-image-3954-1-768x559.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 977px) 100vw, 977px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ab den 1990er Jahren \u00e4ndern sich die Machtverh\u00e4ltnisse erneut. Denn ab 1989 in Lausanne, 1990 in Genf, 1994 in Z\u00fcrich, und 1996 in Basel schwenkten die grossen Schweizer St\u00e4dte alle dauerhaft nach links und wurden von Koalitionen regiert, die die Sozialdemokratische Partei, Parteien der radikalen Linken und die Gr\u00fcnen umfassten. Die Koalitionen unterscheiden sich somit von denen der 1930er Jahre. Sie k\u00f6nnen mit dem gleichgesetzt werden, was Gyford (1985) in Grossbritannien als \u201eneue urbane Linke&#8221; bezeichnet hat, die sich vor allem aus der lohnabh\u00e4ngigen Mittelschicht zusammensetzt und diese anspricht, die nun die Mehrheitsw\u00e4hlerschaft der linken Parteien bildet. Diese neue urbane Linke f\u00f6rdert unter anderem feministische oder \u00f6kologische Themen, die an die neuen sozialen Bewegungen der 1970er Jahre ankn\u00fcpfen. So ist ihre Arbeit gepr\u00e4gt vom Ausbau des \u00f6ffentlichen Verkehrs und von kulturellen Einrichtungen, von der Erhaltung der Umwelt oder der Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t der Bewohner (Le Gal\u00e8s 1990). Im Laufe der 1980er Jahre entwickelten die Stadtoberh\u00e4upter auch eine neue, \u201eunternehmerische\u201c Entwicklungspolitik, indem sie den Schwerpunkt auf die Attraktivit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der St\u00e4dte legten, insbesondere durch neue Strategien zur Anziehung privater Investitionen (Quilley 2000).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Darstellung der Daten<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Rahmen unseres Forschungsprojekts haben wir eine biografische Datenbank erstellt, in der 2743 Personen erfasst sind, die zu sechs verschiedenen Zeitpunkten in den Exekutiv- und Legislativorganen der St\u00e4dte Basel, Genf, Lausanne und Z\u00fcrich vertreten waren<sup><a id=\"post-3954-footnote-ref-5\" href=\"#post-3954-footnote-5\">[4]<\/a><\/sup>. Unter diesen gew\u00e4hlten Personen befinden sich 1252 Mitglieder linker Parteien, darunter 928 Sozialdemokraten, 198 Mitglieder der verschiedenen Parteien der radikalen Linken<sup><a id=\"post-3954-footnote-ref-6\" href=\"#post-3954-footnote-6\">[5]<\/a><\/sup> und 126 Gr\u00fcne. Dar\u00fcber hinaus gab es 1491 Mitglieder, die rechten Parteien angeh\u00f6rten. Bis 1957 handelt es sich ausschliesslich um M\u00e4nner: Das Stimm- und Wahlrecht f\u00fcr Frauen auf kantonaler und kommunaler Ebene wurde erst 1957 im Kanton Waadt, 1960 in Genf, 1966 in Basel-Stadt und 1970 in Z\u00fcrich eingef\u00fchrt. Die Daten wurden in sechs Kohorten aufgeteilt: 1910, 1937, 1957, 1980, 2000 und 2020. Die Daten wurden in den kantonalen und kommunalen Archiven der vier St\u00e4dte gesammelt. Um das sozio-professionelle Profil der gew\u00e4hlten Volksvertreter zu analysieren, wurden Daten zum Bildungsniveau (bestimmt durch den Erwerb oder Nicht-Erwerb eines Hochschulabschlusses) und zum Beruf, den sie zum Zeitpunkt ihrer Wahl aus\u00fcbten, gesammelt. Die Berufe wurden in sechs Kategorien und 22 Unterkategorien kodiert, wobei auf fr\u00fchere Arbeiten zur\u00fcckgegriffen wurde, die sich speziell mit der Klassifizierung der wichtigsten Berufe der politischen Elite befassten (Gruner 1970; Best und Cotta 2000; Pilotti 2017; Di Capua 2022)<sup><a id=\"post-3954-footnote-ref-7\" href=\"#post-3954-footnote-7\">[6]<\/a><\/sup>. In einem zweiten Schritt haben wir die Berufe nach den acht Berufskategorien des von Oesch (2006: 66-69) entwickelten Klassenschemas kodiert. Dieses ber\u00fccksichtigt die Ver\u00e4nderungen in der Besch\u00e4ftigungsstruktur seit den 1970er Jahren, wie das Wachstum des Dienstleistungssektors oder die Expansion des \u00f6ffentlichen Sektors, und erm\u00f6glicht es somit, die Position der Berufe der linken PolitikerInnen in der sozialen Hierarchie der Berufe besser zu verorten. Sie ber\u00fccksichtigt die Kompetenzen, den Grad der Autonomie und die Arbeitslogik. Diese zweite Klassifizierung erm\u00f6glicht es somit, die Klassenzugeh\u00f6rigkeit sowie deren Ver\u00e4nderungen unter den PolitikerInnen von Linksparteien genauer zu zeigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Akademisierung der VolksvertreterInnen<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie in Abbildung 2 unten zu sehen ist, ver\u00e4ndert sich der Anteil der<a id=\"post-3954-OLE_LINK2\"><\/a> HochschulabsolventInnen unter den gew\u00e4hlten linken PolitikerInnen \u00fcber die Zeit. <a id=\"post-3954-_Hlk168469752\"><\/a>Bis 1937 lag er bei 20 Prozent. Dieser im Vergleich zur Rechten (50%) sehr niedrige Anteil erkl\u00e4rt sich durch den hohen Anteil sozialdemokratischer und kommunistischer Arbeiter in den Parlamenten, auf den wir weiter unten noch eingehen werden. Dies k\u00f6nnte laut Gaxie und Godmer (2007: 116) auf das Bestreben der sozialdemokratischen und kommunistischen Parteien zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, \u201eKlassenquoten\u201c einzuf\u00fchren, um die Vertretung von Personen aus der Arbeiterklasse zu f\u00f6rdern. In der Folgezeit stieg der Anteil der AkademikerInnen in allen linken Parteien stetig an. Ein wichtiger Wendepunkt trat zwischen 1980 und 2000 ein. Im Jahr 2000 war der Anteil der AkademikerInnen unter den sozialdemokratischen und gr\u00fcnen PolitikerInnen h\u00f6her als unter den PolitikerInnen der b\u00fcrgerlichen Parteien, und mehr als jede(r) zweite linke PolitikerIn hatte einen Hochschulabschluss. Im Jahr 2020 haben nun fast drei Viertel der linken PolitikerInnen in den grossen Schweizer St\u00e4dten einen Hochschulabschluss. <a id=\"post-3954-_Hlk168469806\"><\/a>Die Gr\u00fcnen haben seit ihrem Bestehen den h\u00f6chsten Anteil an HochschulabsolventInnen<sup><a id=\"post-3954-footnote-ref-8\" href=\"#post-3954-footnote-8\">[7]<\/a><\/sup>, obwohl ihnen 2000 und 2020 die Sozialdemokraten dicht folgen. Dieser seit 1980 sehr hohe Anteil l\u00e4sst sich durch die unterschiedliche Entstehungsgeschichte der Gr\u00fcnen erkl\u00e4ren, die im Gegensatz zu den Sozialdemokraten aus den neuen sozialen Bewegungen der 1970er Jahre und nicht aus der Arbeiterbewegung hervorgegangen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 2: Anteil der gew\u00e4hlten VolksvertreterInnen in den vier grossen St\u00e4dten mit Hochschulabschluss, 1910-2020<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb2_DE.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"661\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb2_DE-1024x661.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3971\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb2_DE-1024x661.png 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb2_DE-300x194.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb2_DE-768x496.png 768w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb2_DE.png 1370w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Anmerkung: N: 1910 = 395, 1937 = 425, 1957 = 452, 1980 = 434, 2000 = 455, 2020 = 414. Die gestrichelte Linie zeigt den Durchschnitt f\u00fcr alle PolitikerInnen. <em>Quelle<\/em>: Datenbank der Schweizer Eliten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anstieg des AkademikerInnenanteils unter den linken PolitikerInnen spiegelt die Demokratisierung des Zugangs zur Hochschulbildung seit der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts wider. Dies allein erkl\u00e4rt jedoch nicht den dramatischen Anstieg des AkademikerInnenanteils in allen linken politischen Gruppierungen, der nun h\u00f6her ist als bei den b\u00fcrgerlichen Parteien oder in der allgemeinen Erwerbsbev\u00f6lkerung der vier St\u00e4dte. Eine weitere Erkl\u00e4rung ist daher der tiefgreifende Wandel in den Berufen, die von linken PolitikerInnen ausge\u00fcbt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von ArbeiterInnen zu soziokulturellen SpezialistInnen<\/h2>\n\n\n\n<p>In Abbildung 3 unten ist zu erkennen, dass sich <a id=\"post-3954-_Hlk168470072\"><\/a>die gew\u00e4hlten linken PolitikerInnen in allen Zeitr\u00e4umen \u00fcberwiegend aus der Arbeitnehmerschaft rekrutierten. <a id=\"post-3954-_Hlk168470030\"><\/a>W\u00e4hrend 1910 die Besch\u00e4ftigten des Privatsektors dominierten, stellten die Besch\u00e4ftigten des \u00f6ffentlichen Sektors in der Folgezeit zu jedem Zeitpunkt die grosse Mehrheit (zwischen 35% und 47%). Unter diesen ist insbesondere \u00fcber den gesamten Zeitraum hinweg ein erheblicher Anteil an LehrerInnen zu verzeichnen (zwischen 16% und 35% der Besch\u00e4ftigten im \u00f6ffentlichen Dienst). Historisch gesehen sind LehrerInnen eine wichtige Berufsgruppe der Linken. <a id=\"post-3954-_Hlk168470062\"><\/a>Die Verteilung der PolitikerInnen linker Parteien innerhalb der Berufsgruppen unterscheidet sich somit von den PolitikerInnen der b\u00fcrgerlichenParteien, bei denen es sich in den meisten F\u00e4llen um Selbst\u00e4ndige oder UnternehmerInnen handelt. Bei den linken Parteien ist ihr Anteil \u00fcber den gesamten Zeitraum hinweg sehr gering, ausser 1910, als es sich in der Regel um kleine Gesch\u00e4ftsleute und insbesondere Caf\u00e9besitzerInnen, handelte. <a id=\"post-3954-_Hlk168470092\"><\/a>Was die selbstst\u00e4ndigen linken PolitikerInnen betrifft, so ist ihr Anteil bis 1957 marginal, steigt aber seit 1980 an. Ab dem Jahr 2000 war einer von vier linken PolitikerInnen selbstst\u00e4ndig. \u00dcber den gesamten Zeitraum hinweg stellen ausserdem BerufspolitikerInnen einen wichtigen Anteil an den PolitikerInnen der linken Parteien (zwischen 9% und 17%). Seit 1937 und bis zum Jahr 2000 handelt es sich dabei mehrheitlich um Gewerkschaftssekret\u00e4rInnen. Im Jahr 2020 werden die Gewerkschaftssekret\u00e4rInnen jedoch von den Sekret\u00e4rInnen gemeinn\u00fctziger Organisationen (Sozial-, Kultur- oder Naturschutzorganisationen) verdr\u00e4ngt. Der Anstieg der nicht erwerbst\u00e4tigen Personen im Jahr 2020 (10 %) ist auf den Anstieg der Studierenden innerhalb der linken Parteien zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 3: Verteilung der gew\u00e4hlten VertreterInnen der vier St\u00e4dte nach Berufskategorie, 1910-2020<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-3_DE.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"925\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-3_DE-1024x925.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3966\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-3_DE-1024x925.png 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-3_DE-300x271.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-3_DE-768x694.png 768w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-3_DE.png 1382w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>N: 1910 = 405, 1937 = 450, 1957 = 477, 1980 = 468, 2000 = 480, 2020 = 429. <em>Quelle: <\/em>Datenbank der Schweizer Eliten.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 4, die nach der Berufsklassifikation von Oesch (2006) erstellt wurde, veranschaulicht <a id=\"post-3954-_Hlk168471143\"><\/a>die wichtigste Ver\u00e4nderung, die sich \u00fcber den gesamten Zeitraum vollzogen hat: das weitgehende Verschwinden von Mandatstr\u00e4gerInnen, die einen manuellen Beruf aus\u00fcbten (repr\u00e4sentiert durch ProduktionsarbeiterInnen). <a id=\"post-3954-_Hlk168471173\"><\/a>W\u00e4hrend diese zwischen 1910 und 1957 die zahlenm\u00e4ssig st\u00e4rkste Kategorie darstellten, betrug ihr Anteil im Jahr 2020 nur noch 1%. Der Anteil der ProduktionsarbeiterInnen ist nun sogar unter den PolitikerInnen der b\u00fcrgerlichen Parteien h\u00f6her (5 % im Jahr 2020). Die ProduktionsarbeiterInnen, deren Anteil an der Erwerbsbev\u00f6lkerung seit dem Zweiten Weltkrieg \u201egeschmolzen\u201c ist, werden gewissermassen durch soziokulturelle SpezialistInnen \u201eersetzt\u201c, also Personen, die in den Bereichen Soziales, Medizin, Bildung und Kultur arbeiten. Dieses fast vollst\u00e4ndige Verschwinden von Personen, die einen manuellen Beruf aus\u00fcben, tr\u00e4gt dazu bei, dass die Vertretung der Arbeiterklasse in den PolitikerInnenh\u00e4usern der linken Parteien zugunsten der lohnabh\u00e4ngigen Mittelschichten abnimmt, da diese nicht durch eine Zunahme von PolitikerInnen der \u201eneuen Arbeiterklasse\u201c (d. h. B\u00fcroangestellte und DienstleistungsarbeiterInnen) kompensiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mitglieder linker Exekutiven zeichnen sich jedoch \u00fcber den gesamten Zeitraum hinweg dadurch aus, dass sie vor ihrer Wahl einen nicht-manuellen Beruf aus\u00fcbten, in der Regel als F\u00fchrungskraft in der \u00f6ffentlichen Verwaltung, als LehrerInnen oder als PolitikerInnen. Linke Exekutivmitglieder unterscheiden sich auch durch ein h\u00f6heres Bildungsniveau von ihren KollegInnen, die in den Parlamenten sitzen (f\u00fcr weitere Details siehe Antoniazza 2024).<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 4: Verteilung der gew\u00e4hlten VertreterInnen linker Parteien in Basel, Genf, Lausanne und Z\u00fcrich nach Berufskategorie aus dem Klassenschema von Oesch (2006), 1910-2020<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-4_DE.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"601\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-4_DE-1024x601.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3968\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-4_DE-1024x601.png 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-4_DE-300x176.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-4_DE-768x451.png 768w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Abb-4_DE.png 1360w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>N: 1910 = 109, 1937 = 226, 1957 = 196, 1980 = 206, 2000 = 259, 2020 = 241. <em>Quelle: <\/em>Datenbank der Schweizer Eliten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Wandel des sozio-professionellen Profils der PolitikerInnen der linken Parteien in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts l\u00e4sst sich zum einen durch die Terti\u00e4risierung der Besch\u00e4ftigungsstruktur seit den 1970er Jahren und die immer geringere Anzahl von ProduktionsarbeiterInnen erkl\u00e4ren. Zudem h\u00e4ngt er damit zusammen, dass im Zuge der neuen sozialen Bewegungen der 1970er Jahre zahlreiche AktivistInnen in die Parlamente und sp\u00e4ter in die Regierungen einzogen, wo sie neue Parteien gr\u00fcndeten, oder bestehenden B\u00fcndnissen beitraten. Diese neueren PolitikerInnen geh\u00f6ren in der Regel der lohnabh\u00e4ngigen Mittelschicht an und verf\u00fcgen h\u00e4ufig \u00fcber eine akademische Ausbildung. Somit hat dieses neue Profil von Mandatstr\u00e4gerInnen linker Parteien mit h\u00f6herem beruflichen Status nach und nach das \u00e4ltere Profil von Mandatstr\u00e4gerInnen, die einen manuellen Beruf aus\u00fcben, abgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerung<\/h2>\n\n\n\n<p>Das sozio-professionelle Profil der gew\u00e4hlten VertreterInnen der linken Parteien hat sich im Laufe des Untersuchungszeitraums stark ver\u00e4ndert. Zwischen 1910 und 1957 handelte es sich mehrheitlich um ArbeitnehmerInnen, die einen manuellen Beruf aus\u00fcbten und keinen Hochschulabschluss hatten, was sie von den meisten Mandatstr\u00e4gern der b\u00fcrgerlichen Parteien unterscheidet. So erm\u00f6glichte die \u00d6ffnung der politischen Institutionen f\u00fcr Mitglieder linker Parteien zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Vertretung von Individuen aus der Arbeiterklasse, die niedrig qualifizierte Berufe aus\u00fcben. Der Zeitraum von 1980 bis 2020 ist durch zahlreiche Ver\u00e4nderungen gekennzeichnet. Zun\u00e4chst einmal stieg der Anteil der linken PolitikerInnen mit Universit\u00e4tsabschluss stark an und erreicht bei den Sozialdemokraten und Gr\u00fcnen im Jahr 2020 \u00fcber 75 Prozent, womit er Anteil unter den PolitikerInnen der b\u00fcrgerlichen Parteien \u00fcbertrifft.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem Anstieg des Bildungsniveaus ist auch ein starker Anstieg des beruflichen Status unter den PolitikerInnen der linken Parteien zu beobachten, bei dem Personen aus der lohnabh\u00e4ngigen Mittelschicht die Mehrheit bilden. Dieser Prozess ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass es unter den gew\u00e4hlten Vertretern der linken Parteien kaum noch ArbeiterInnen gibt. Diese werden gewissermassen durch ArbeiterInnen aus dem Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen \u201eersetzt\u201c. Ausserdem steigt auch unter den PolitikerInnen der linken Parteien der Anteil der Selbstst\u00e4ndigen. Diese Elemente tragen zu einer gewissen \u201e\u00c4hnlichkeit\u201c des Profils der PolitikerInnen linker und b\u00fcrgerlicher Parteien bei, die Ilonszki (2007) im Fall der nationalen Parlamente in Europa in Bezug auf Bildungsniveau und ausge\u00fcbten Beruf nachgewiesen hat. In den grossen Schweizer St\u00e4dten setzte dieser Prozess jedoch viel sp\u00e4ter ein, und <a id=\"post-3954-_Hlk168471576\"><\/a>es blieben wichtige Unterschiede bestehen. Erstens: Unter den selbstst\u00e4ndigen PolitikerInnen ist der Anteil der Rechtsanw\u00e4lte in den b\u00fcrgerlichen Parteien nach wie vor h\u00f6her als in den linken, wo eher ArchitektInnen, IngenieurInnen oder \u00c4rztInnen vertreten sind. Zweitens ist der Anteil der UnternehmerInnen an den linken PolitikerInnen immer noch marginal, w\u00e4hrend \u00fcberproportional viele Besch\u00e4ftigte des \u00f6ffentlichen Dienst vertreten sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Ver\u00e4nderung des Profils der gew\u00e4hlten VertreterInnen der Linksparteien geht mit einer weiteren wichtigen Ver\u00e4nderung ihrer W\u00e4hlerschaft einher: einer Verschiebung des Wahlverhaltens der Arbeiterklasse, die in der Schweiz bis in die 1970er Jahre mehrheitlich f\u00fcr die Sozialdemokratische Partei stimmte. Seit den 1990er Jahren w\u00e4hlt diese jedoch in wachsendem Masse die Schweizerische Volkspartei (SVP) (Rennwald und Zimmermann 2016).<\/p>\n\n\n\n<p>Seit linke Parteien in den 1990er Jahren die Macht in den grossen St\u00e4dten \u00fcbernommen haben, besteht eine \u00dcbereinstimmung zwischen dem soziologischen Profil der linken PolitikerInnen und dem ihrer wichtigsten W\u00e4hlerschaft, der lohnabh\u00e4ngigen Mittelschicht. Auf den anderen Ebenen des f\u00f6deralen Systems der Schweiz bleiben die linken Parteien jedoch in der Minderheit. Um ihre W\u00e4hlerschaft zu erweitern, m\u00fcsssten linke Parteien ihre Verankerung in der Arbeiterklasse verst\u00e4rken. Ein Schritt in diese Richtung w\u00e4re eine bessere Vertretung dieser Volksschichten in ihren gew\u00e4hlten Fraktionen.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li> Diese Studie ist Teil des Projekts \u201eLocal Power Structures and Transnational Connections. New Perspectives on Elites in Switzerland, 1890-2020\u201c, das vom Schweizerischen Nationalfonds finanziert wird (Vertragsnummer: CRSII5_183534), siehe Projekt-Website (<a href=\"https:\/\/wp.unil.ch\/sinergia-elites\/\">https:\/\/wp.unil.ch\/sinergia-elites\/<\/a>). F\u00fcr eine detailliertere Analyse der gew\u00e4hlten Vertreter der st\u00e4dtischen Linken siehe Antoniazza et al. (2023) und Antoniazza (2024). <a href=\"#post-3954-footnote-ref-2\">\u2191<\/a> <\/li>\n\n\n\n<li> Letztere wurde 1940 von den Bundesbeh\u00f6rden verboten, erlebte aber 1944 mit der Gr\u00fcndung der Partei der Arbeit der Schweiz eine Form des Wiederauflebens. <a href=\"#post-3954-footnote-ref-3\">\u2191<\/a> <\/li>\n\n\n\n<li> In der Stadt Genf gab es zu dieser Zeit keine linke Mehrheit, allerdings erlebte der Staatsrat auf kantonaler Ebene zwischen 1933 und 1936 ein sozialistisches Zwischenspiel. <a href=\"#post-3954-footnote-ref-4\">\u2191<\/a> <\/li>\n\n\n\n<li> S\u00e4mtliche Daten sind online auf der Datenbank der Schweizer Eliten verf\u00fcgbar, die vom Schweizer Eliten Observatorium (Observatoire des \u00e9lites suisses (OBELIS)) an der Universit\u00e4t Lausanne eingerichtet wurde (<a href=\"https:\/\/www2.unil.ch\/elitessuisses\/\">https:\/\/www2.unil.ch\/elitessuisses\/<\/a>). <a href=\"#post-3954-footnote-ref-5\">\u2191<\/a> <\/li>\n\n\n\n<li> Als Parteien der radikalen Linken gelten die Kommunistische Partei, die Arbeiter- und Volkspartei, die Partei der Arbeit, die Progressive Partei (POCH), Frauenliste, und Frauen Macht Politik! <a href=\"#post-3954-footnote-ref-6\">\u2191<\/a> <\/li>\n\n\n\n<li> Die Quote der fehlenden Daten betrug 6,1% (168) f\u00fcr das Bildungsniveau und 1,2% (34) f\u00fcr den ausge\u00fcbten Beruf. <a href=\"#post-3954-footnote-ref-7\">\u2191<\/a> <\/li>\n\n\n\n<li> Im Jahr 1980 z\u00e4hlten wir jedoch nur neun gr\u00fcne PolitikerInnen, die ausschliesslich in Lausanne gew\u00e4hlt wurden. <a href=\"#post-3954-footnote-ref-8\">\u2191<\/a> <\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einf\u00fchrung[1] In der Schweiz sind die grossen St\u00e4dte historisch gesehen Hochburgen der linken Parteien. W\u00e4hrend die politischen Institutionen auf Bundes- und Kantonsebene &#8211; mit einigen wenigen Ausnahmen &#8211; weiterhin von rechten Parteien dominiert werden, ist dies in den st\u00e4dtischen Exekutiven und Legislativen nicht der Fall. Die Linke erlebte dort zwei Perioden der Dominanz. Die erste [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[19,15],"tags":[],"class_list":["post-3954","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-travail","category-education"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3954"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3954\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3999,"href":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3954\/revisions\/3999"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}