{"id":4176,"date":"2024-11-25T10:32:37","date_gmt":"2024-11-25T08:32:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/?p=4176"},"modified":"2024-11-28T10:02:25","modified_gmt":"2024-11-28T08:02:25","slug":"sakularisierung-und-inklusivitat-die-entwicklung-lokaler-religioser-gruppen-in-der-schweiz-2008-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/?p=4176","title":{"rendered":"S\u00e4kularisierung und Inklusivit\u00e4t. Die Entwicklung lokaler religi\u00f6ser Gruppen in der Schweiz, 2008-2022"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<h2>Einf\u00fchrung<\/h2>\n<p>Lokale religi\u00f6se Gruppen wie Pfarreien, Kirchen, Versammlungen, Synagogen, Tempel, Moscheen oder Kulturzentren sind in der Schweiz wie in allen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern weiterhin die wichtigste Organisationsform der Religion (Baumann 2012). Lokale religi\u00f6se Gruppen werden im englischen Sprachraum oft als <em>&#8220;Congregations&#8221;<\/em> bezeichnet. Da lokale religi\u00f6se Gemeinschaften vielen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern Werte, Sinn und soziale Unterst\u00fctzung vermitteln, ist es hilfreich, die Ver\u00e4nderungen im religi\u00f6sen Feld \u00fcber die Zeit zu verstehen \u2013 besonders im Kontext zweier aktueller Debatten.<\/p>\n<p>Eine erste Debatte betrifft das Ph\u00e4nomen der S\u00e4kularisierung in der Schweiz und in Europa im Allgemeinen. Einige Forschende sind der Ansicht, westliche Gesellschaften seien einem allgemeinen S\u00e4kularisierungstrend unterworfen (Bruce 2011, Stolz 2020, Stolz, B\u00fcnker, und Liedhegener 2022). Andere dagegen behaupten, dass wir es nicht mit einem Niedergang, sondern einem Wandel der Religion zu tun h\u00e4tten (Gauthier 2020, Cipriani 2017, M\u00fcller 2020). Letztere Sichtweise gibt zwar zu, dass die gro\u00dfen anerkannten christlichen Kirchen (reformiert, katholisch) einen gewissen R\u00fcckgang an Mitgliedern verzeichnen, sie nimmt aber an, dass nicht anerkannte Christen (z.B. Evangelikale, Orthodoxe) und nichtchristliche spirituelle Gruppen stabil seien oder sogar wachsen w\u00fcrden. Moderne Gesellschaften seien also nicht von einem S\u00e4kularisierungs-, sondern einem Pluralisierungsprozess betroffen (Vertovec 2007, Griera 2018, Martinez-Arino 2018). Hier leistet unsere Forschung einen Beitrag, indem sie zeigt, dass S\u00e4kularisierung nicht nur bei anerkannten christlichen Gruppen, sondern \u00fcber das ganze Feld hinweg stattfindet. Zwar finden wir Ausnahmen, aber diese F\u00e4lle k\u00f6nnen den allgemeinen S\u00e4kularisierungstrend nicht kompensieren.<\/p>\n<p>Eine weitere Debatte betrifft die Inklusivit\u00e4t der verschiedenen religi\u00f6sen Traditionen. Postindustrielle Gesellschaften sind in den letzten Jahrzehnten gegen\u00fcber Homosexualit\u00e4t und der Anerkennung weiblicher F\u00fchrung in Organisationen sehr viel inklusiver geworden (Inglehart und Norris 2003). Religionsgruppen erscheinen in diesem Zusammenhang h\u00e4ufig als &#8220;r\u00fcckst\u00e4ndig&#8221;, da sie oft st\u00e4rker patriarchale Positionen als der gesellschaftliche Mainstream einnehmen (Stolz und Monnot 2019, Tausch 2025, Poushter und Kent 2020). Unsere Ergebnisse tragen zu dieser Debatte bei, indem sie auf einen langsamen Gesamttrend zu mehr Inklusion auch unter lokalen religi\u00f6sen Gruppen in der Schweiz hinweisen. Es gibt jedoch wichtige Unterschiede zwischen den verschiedenen Religionsgruppen in Bezug auf solche Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n<p>Dieser Beitrag stellt die folgende Forschungsfrage: Wie haben sich die Eigenschaften und Aktivit\u00e4ten der lokalen religi\u00f6sen Gruppen in der Schweiz zwischen 2008 und 2022 ver\u00e4ndert? Wir konzentrieren uns dabei auf zwei Hauptergebnisse zur S\u00e4kularisierung und Inklusivit\u00e4t der lokalen Religionsgruppen. Weitere Ergebnisse finden sich auf <a href=\"http:\/\/www.congregation.ch\">www.congregation.ch<\/a>.<\/p>\n<p>Sowohl 2008\/2009 als auch 2020\/2021<sup><a id=\"post-4176-footnote-ref-2\" href=\"#post-4176-footnote-2\">[1]<\/a><\/sup> bestand die <em>Methode <\/em>darin, alle lokalen religi\u00f6sen Gruppen in der Schweiz zu z\u00e4hlen (Z\u00e4hlung) und dann eine repr\u00e4sentative Stichprobe von geistlichen Leitungspersonen \u00fcber die Eigenschaften und Aktivit\u00e4ten ihrer lokalen religi\u00f6sen Gruppe zu befragen (Umfrage).<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wurde eine <em>Z\u00e4hlung <\/em>durchgef\u00fchrt, bei der alle lokalen religi\u00f6sen Gruppen in der Schweiz in den Jahren 2008 und 2020 systematisch gez\u00e4hlt und kategorisiert wurden. Als lokale religi\u00f6se Gruppe (Gemeinde) bezeichnen wir eine Gruppe von Menschen, die sich physisch und regelm\u00e4\u00dfig zu ausdr\u00fccklich religi\u00f6sen Zwecken treffen (Chaves 2004). Lokale religi\u00f6se Gruppen wurden f\u00fcr alle Religionen untersucht: Reformierte Protestanten, Katholiken, Evangelikale, orthodoxe Christen, andere Christen, Juden, Muslime, Buddhisten, Hindus und andere Religionen (z.B. alternative Spiritualit\u00e4ten und neue religi\u00f6se Bewegungen). In beiden Wellen wurde die gleiche Definition und Operationalisierung von &#8220;lokaler religi\u00f6ser Gruppe&#8221; verwendet (siehe Anmerkung im Anhang).<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend fand die <em>Umfrage <\/em>statt: Sowohl 2008\/2009 als auch 2022\/23<sup><a id=\"post-4176-footnote-ref-3\" href=\"#post-4176-footnote-3\">[2]<\/a><\/sup> wurde eine geschichtete Zufallsstichprobe aus der vollst\u00e4ndigen Liste der lokalen religi\u00f6sen Gruppen gezogen. F\u00fcr jede ausgew\u00e4hlte lokale Gruppe wurde eine Schl\u00fcsselperson, in den meisten F\u00e4llen die geistliche Leitungsperson, ermittelt. Mit dieser Schl\u00fcsselperson f\u00fchrten wir ein Interview \u00fcber die Merkmale und Aktivit\u00e4ten der lokalen religi\u00f6sen Gruppen in einer der drei wichtigsten Landessprachen: Deutsch, Franz\u00f6sisch oder Italienisch. Die etwa 200 Fragen konzentrierten sich auf konkrete und \u00fcberpr\u00fcfbare religi\u00f6se Praktiken und Merkmale der Organisation. 2008 wurden alle Interviews per Telefon gef\u00fchrt. 2022 fanden die Interviews entweder per Telefon oder online statt. 2008 wurden 1022 Interviews gef\u00fchrt (R\u00fccklaufquote: 60,3%), 2022 fanden 1395 Interviews statt (R\u00fccklaufquote: 45,4%).<\/p>\n<h2>S\u00e4kularisierung: weniger Gruppen und weniger Teilnehmer<\/h2>\n<p>Zwischen 2008 und 2020 ist die Gesamtzahl der lokalen religi\u00f6sen Gruppen sowie die Zahl regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmender an religi\u00f6sen Ritualen zur\u00fcckgegangen. <a id=\"post-4176-_Hlk182554703\"><\/a>Die Zahl der lokalen religi\u00f6sen Gruppen ist von 6341 auf 5883 Gruppen gesunken (Senn, Stolz, und Monnot 2024). Dies entspricht einem R\u00fcckgang von 7,2%. Mit dem Anstieg der Bev\u00f6lkerung im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Gemeinden pro Personen von einer lokalen religi\u00f6sen Gruppe f\u00fcr 1.184 Personen im Jahr 2008 auf eine lokale religi\u00f6se Gruppe f\u00fcr 1.476 Personen im Jahr 2020. Dieser R\u00fcckgang kann als ein Zeichen f\u00fcr die fortschreitende S\u00e4kularisierung der Schweizer Gesellschaft interpretiert werden.<\/p>\n<p><a id=\"post-4176-_Hlk182554730\"><\/a> Die Gesamtzahl regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmender an Ritualen lokaler Religionsgruppen in der Schweiz ist ebenfalls von etwa 894\u2019000 auf 824\u2019000 zur\u00fcckgegangen. Wir sch\u00e4tzen diese Zahlen, indem wir die Anzahl der Gruppen mit dem Durchschnitt der regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden multiplizieren, der mit unserer repr\u00e4sentativen Stichprobe berechnet wurde. Die durchschnittliche Anzahl der regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden pro Gemeinschaft ist zwischen 2008 (141) und 2022 (140) praktisch unver\u00e4ndert geblieben. Da jedoch die Zahl der Gruppen insgesamt im Jahr 2020 zur\u00fcckgegangen ist, kommen wir zu der deutlich niedrigeren Zahl der regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden im Jahr 2022. In Prozenten ausgedr\u00fcckt bedeutet dies, dass <a id=\"post-4176-_Hlk182554770\"><\/a>2008 etwa 11,6 % der Bev\u00f6lkerung regelm\u00e4\u00dfig an einem Gottesdienst teilnahmen, im Jahr 2022 jedoch nur noch 9,5 %. Es ist zu beachten, dass diese Zahlen auf den Sch\u00e4tzungen der regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden durch die Schl\u00fcsselpersonen beruhen.<\/p>\n<p>Abbildung 1: Anzahl der entstandenen, verbliebenen und aufgel\u00f6sten lokalen religi\u00f6sen Gruppen, nach religi\u00f6ser Tradition (2008 und 2020)<\/p>\n<p><a id=\"post-4176-_Hlk170166883\"><\/a> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1423\" height=\"710\" class=\"wp-image-4177\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-1.jpeg\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-1.jpeg 1423w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-1-300x150.jpeg 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-1-1024x511.jpeg 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-1-768x383.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1423px) 100vw, 1423px\" \/><\/p>\n<p>Anmerkung: Volksz\u00e4hlungsdaten, 2008 und 2020<\/p>\n<p>Bisher haben wir uns die Ver\u00e4nderungen in der Gesamtzahl der lokalen religi\u00f6sen Gruppen und Teilnehmenden angesehen. Jedoch hat sich die Zahl der Gruppen in den verschiedenen religi\u00f6sen Traditionen unterschiedlich entwickelt. <em>Abbildung 1 <\/em>zeigt f\u00fcr jede Tradition die Anzahl der Gruppen, die zwischen 2008 und 2020 verschwunden (rot), neu entstanden (gr\u00fcn) und geblieben (blau) sind. Wir machen vier Bemerkungen zu Abbildung 1.<\/p>\n<p>Erstens sehen wir, dass <a id=\"post-4176-_Hlk182554812\"><\/a>die gro\u00dfen anerkannten religi\u00f6sen Traditionen, d.h. die reformierten und katholischen, im Beobachtungszeitraum fast nur Gruppen verlieren (normalerweise durch Fusion). Ganz \u00e4hnlich geht es den evangelisch-konservativen Traditionen.<\/p>\n<p>Eine andere Situation zeigt sich, zweitens, f\u00fcr die evangelikale charismatische (oder: pfingstliche) Tradition. Diese Form des Christentums ist weltweit auf dem Vormarsch (Zurlo, Johnson, und Crossing 2020). In der Schweiz wurden seit 2008 viele neue evangelikale charismatische Gruppen gegr\u00fcndet (241). Gleichzeitig sind aber auch viele evangelikale charismatische Gruppen verschwunden (236). Die Gesamtzahl der Gruppen ist also stabil geblieben (720 bis 725, +0,7%). Ebenso ist die Gesamtzahl der durchschnittlichen regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden mit 169 im Jahr 2008 und 161 im Jahr 2020 relativ stabil geblieben. Die evangelikal-charismatischen Gemeinden in der Schweiz wachsen also nicht, sondern weisen eine hohe Fluktuation auf.<\/p>\n<p>Das deutlichste Wachstum weisen, drittens, die orthodoxen Christen auf. Ihre Zahl ist von 70 lokalen Gemeinschaften im Jahr 2008 auf 118 im Jahr 2020 gestiegen (+69%). Der Grund hierf\u00fcr liegt in der Einwanderung, eine Folge insbesondere der Konflikte in Syrien, \u00c4thiopien und Eritrea. Da unsere Untersuchung vor Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine abgeschlossen wurde, sind die Auswirkungen dieses Krieges in unseren Daten nicht erkennbar. Die andere nichtchristliche Religion mit einem starken Anstieg lokaler religi\u00f6ser Gruppen ist der Buddhismus (+14% in Gruppen, von 141 auf 161). Der Grund dieses Anstiegs liegt jedoch nicht in der Einwanderung, sondern in einem gr\u00f6\u00dferen Erfolg des Buddhismus bei einheimischen Personen.<\/p>\n<p><a id=\"post-4176-_Hlk182554849\"><\/a> Die Zahl der muslimischen Moscheen ist zwischen 2008 und 2020 leicht zur\u00fcckgegangen (von 323 auf 311). W\u00e4hrend des Beobachtungszeitraums ist die Zahl der Muslime in der Schweiz jedoch deutlich gestiegen (+28%) (Bundesamt f\u00fcr Statistik 2022a). Auch die durchschnittliche Zahl der regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden in Moscheen hat deutlich zugenommen (+13%). Die Diskrepanz k\u00f6nnte dadurch erkl\u00e4rt werden, dass es <a id=\"post-4176-_Hlk182561125\"><\/a>f\u00fcr Muslime recht schwierig ist, R\u00e4ume f\u00fcr neue Moscheen zu finden (Monnot 2013).<\/p>\n<h2>S\u00e4kularisierung: H\u00f6heres Durchschnittsalter der Leitungspersonen und regelm\u00e4ssig Teilnehmenden<\/h2>\n<p>Im Beobachtungszeitraum ist sowohl das Durchschnittsalter der spirituellen Leitungspersonen als auch das der regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden deutlich gestiegen. <a id=\"post-4176-_Hlk182554878\"><\/a>Zwischen 2008 und 2022 stieg das Durchschnittsalter der spirituellen Leitungspersonen um 3 Jahre, von 50,8 auf 53,8 Jahre. Im gleichen Zeitraum stieg das Durchschnittsalter der erwerbst\u00e4tigen Bev\u00f6lkerung in der Schweiz nur um 1,2 Jahre, von 40,8 auf 42 Jahre (Bundesamt f\u00fcr Statistik 2024). Die Bev\u00f6lkerung der spirituellen Leitungspersonen ist also \u00e4lter und altert (im Durchschnitt) schneller als die \u00fcbrige Erwerbsbev\u00f6lkerung. Der Grund daf\u00fcr liegt in der Tatsache, dass nicht gen\u00fcgend j\u00fcngere spirituelle Leitungspersonen rekrutiert werden. Dieser Alterungstrend ist sowohl bei den anerkannten Kirchen als auch bei den nicht anerkannten christlichen und nicht-christlichen Gemeinschaften zu beobachten. Die einzigen Ausnahmen sind konservative Evangelikale und andere Christen (Abbildung 2).<\/p>\n<p>Das gleiche Ph\u00e4nomen l\u00e4sst sich bei den regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden der lokalen religi\u00f6sen Gruppen beobachten (Anhang Abbildung A1). Der Anteil der regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden im Alter von 60 Jahren oder \u00e4lter ist von 41% im Jahr 2008 auf 50% im Jahr 2022 gestiegen. Bei den in der Schweiz ans\u00e4ssigen Personen ist derselbe Prozentsatz zwischen 2010 und 2022 nur von 23% auf 26% angestiegen (Bundesamt f\u00fcr Statistik 2022b). Auch hier ist die Erkl\u00e4rung, dass nicht gen\u00fcgend j\u00fcngere regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmende die \u00e4lteren Kohorten ersetzen.<\/p>\n<p>Der wachsende Anteil der Senioren unter den regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden ist bei den anerkannten christlichen Kirchen nicht \u00fcberraschend. Hier lag der Prozentsatz der regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden \u00fcber 60 bereits 2008 \u00fcber 50%. \u00dcberraschend ist jedoch, dass dieser Alterungstrend auch bei nicht anerkannten Christen und sogar bei nicht-christlichen Traditionen zu beobachten ist. Insgesamt ist die \u00dcberalterung der spirituellen Leitungspersonen und regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden ein Indiz f\u00fcr die S\u00e4kularisierung der Schweizer Gesellschaft. Bei der Beurteilung der prozentualen Anteile der regelm\u00e4\u00dfig Teilnehmenden ist zu beachten, dass sie nicht auf Z\u00e4hlungen, sondern auf Sch\u00e4tzungen der Auskunftspersonen beruhen.<\/p>\n<p>Abbildung 2: Durchschnittsalter der spirituellen Leitungspersonen nach religi\u00f6ser Tradition (2008 und 2022)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1426\" height=\"711\" class=\"wp-image-4178\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-2.jpeg\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-2.jpeg 1426w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-2-300x150.jpeg 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-2-1024x511.jpeg 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-2-768x383.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1426px) 100vw, 1426px\" \/><\/p>\n<p>Anmerkungen:<\/p>\n<p>(1) Beginn des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2008; Ende des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2022.<\/p>\n<p>(2) \u00c4nderungen sind mindestens auf &lt; 0,05 Alpha-Niveau signifikant, au\u00dfer bei Evang. Kons., Orth. Christen, Anderen Christen, Juden und Muslimen.<\/p>\n<h2>Inklusion: Mehr Offenheit gegen\u00fcber Homosexualit\u00e4t<\/h2>\n<p>Die Entwicklung hin zur Akzeptanz von Homosexualit\u00e4t ist in vielen religi\u00f6sen Gruppen langsamer als in der Gesellschaft im Allgemeinen, insbesondere wenn die Gruppe ihre heiligen Schriften w\u00f6rtlich auslegt (Chaves et al. 2021). Dennoch sind die lokalen religi\u00f6sen Gruppen in der Schweiz im Durchschnitt offener gegen\u00fcber Homosexuellen geworden. Der Prozentsatz lokaler religi\u00f6ser Gruppen, welche homosexuelle Menschen als voll akzeptierte Mitglieder in der Gemeinschaft akzeptieren, ist von 63% (2008) auf 75% (2022) gestiegen. Der Prozentsatz der Gruppen, welche homosexuelle Menschen als ehrenamtliche Leitungspersonen zulassen, hat sich von 36% (2008) auf 55% (2022) erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Die Zunahme der Akzeptanz von Homosexuellen zeigt sich \u00fcber das gesamte religi\u00f6se Spektrum hinweg, beginnt aber auf sehr unterschiedlichem Niveau. Abbildung 3 zeigt die Ver\u00e4nderungen f\u00fcr die verschiedenen religi\u00f6sen Traditionen. Der Wert auf der vertikalen Achse ist der Mittelwert einer Variable, die zwischen 2 (Akzeptanz sowohl homosexueller Vollmitglieder als auch ehrenamtlicher Leitungspersonen), 1 (Akzeptanz Homosexueller nur entweder als Mitglieder oder als Leitungspersonen) oder 0 (Akzeptanz weder von homosexuellen Mitgliedern noch homosexuellen Leitungspersonen) liegt. Der Beginn des Pfeils steht f\u00fcr 2008, der Endpunkt f\u00fcr 2022. Die Pfeile zeigen in fast allen religi\u00f6sen Traditionen nach oben &#8211; ein Zeichen f\u00fcr wachsende Akzeptanz. Besonders deutlich ist der Wandel in den katholischen, evangelisch-konservativen und muslimischen Traditionen. Die buddhistischen und reformierten protestantischen Gemeinschaften bleiben am offensten.<\/p>\n<p>Abbildung 3: Entwicklung der Inklusivit\u00e4t gegen\u00fcber homosexuellen Menschen, nach religi\u00f6ser Tradition (2008 und 2022)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1423\" height=\"711\" class=\"wp-image-4179\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-3.jpeg\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-3.jpeg 1423w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-3-300x150.jpeg 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-3-1024x512.jpeg 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-3-768x384.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1423px) 100vw, 1423px\" \/><\/p>\n<p>Anmerkungen:<\/p>\n<p>(1) Beginn des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2008; Ende des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2022.<\/p>\n<p>(2) \u00c4nderungen sind signifikant auf &lt; 0,05 Niveau au\u00dfer Orth. Christen, Andere Christen, Juden, Buddhisten und Hindus\/Sikhs.<\/p>\n<h2>Inklusion: Mehr Offenheit gegen\u00fcber weiblicher religi\u00f6ser F\u00fchrung<\/h2>\n<p>Zwischen 2008 und 2022 sind die lokalen religi\u00f6sen Gruppen offener f\u00fcr die religi\u00f6se F\u00fchrung durch Frauen geworden, sowohl in Bezug auf ihre Normen als auch in der Praxis. Der Anteil der lokalen religi\u00f6sen Gruppen, die Frauen grunds\u00e4tzlich erlauben, als ihre wichtigsten spirituellen Leitungspersonen zu wirken, ist von 47% (2008) auf 54% (2022) gestiegen. Der Prozentsatz der lokalen religi\u00f6sen Gruppen, die in der Praxis von Frauen geleitet werden, ist von 12,4% (2008) auf 15,2% (2022) gestiegen. Diese allgemeinen Ver\u00e4nderungen sind nicht sehr gro\u00df, aber statistisch signifikant.<\/p>\n<p>Die gestiegene Akzeptanz weiblicher religi\u00f6ser F\u00fchrung l\u00e4sst sich nur in einigen der religi\u00f6sen Traditionen beobachten, haupts\u00e4chlich bei den klassischen Evangelikalen, den konservativen Evangelikalen, den anderen Christen und diverser anderer Religionsgruppen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die h\u00f6here Akzeptanz von Frauen in F\u00fchrungspositionen in der Praxis entsteht vor allem aufgrund von Ver\u00e4nderungen bei den reformierten Protestanten, den klassischen Evangelikalen und den Buddhisten. Einige religi\u00f6se Traditionen zeigen wenig, keine oder sogar negative Ver\u00e4nderungen. Dies ist der Fall bei konservativen Evangelikalen, orthodoxen Christen, Muslimen und Hindus\/Sikhs (Anhang Abbildung A1 und Abbildung A2).<\/p>\n<p>Somit stimmen die religi\u00f6sen Traditionen, die haupts\u00e4chlich die normative Akzeptanz von weiblichen religi\u00f6sen F\u00fchrungspersonen ge\u00e4ndert haben, nicht mit denjenigen \u00fcberein, die haupts\u00e4chlich die Praxis ge\u00e4ndert haben. Wie l\u00e4sst sich dies erkl\u00e4ren? Um die Antwort auf dieses R\u00e4tsel zu finden, betrachten wir die Konfessionen \/ F\u00f6derationen getrennt (und w\u00e4hlen nur Gemeinden aus Konfessionen mit mehr als 7 Beobachtungen aus).<\/p>\n<p>Abbildung 4 zeigt ein klares sequenzielles Muster: Zun\u00e4chst steigt der Prozentsatz der Gemeinden, die der Meinung sind, dass eine Frau prinzipiell eine spirituelle Leitungsperson sein kann; in einem zweiten Schritt steigt die Zahl der tats\u00e4chlichen weiblichen spirituellen Leitungspersonen. Es dauert folglich einige Zeit, bis die in einer F\u00f6deration zusammengeschlossenen Gemeinden zu der gemeinsamen Auffassung gelangen, dass Frauen spirituelle Leitungspersonen sein k\u00f6nnen. Erst wenn diese Auffassung von den Gemeinden geteilt wird, kann der Prozess der Besetzung von Positionen mit spirituellen Leitungspersonen beginnen &#8211; und das wiederum braucht ebenfalls Zeit.<\/p>\n<p>Abbildung 4: Normative Offenheit gegen\u00fcber weiblicher F\u00fchrung und tats\u00e4chliche weibliche F\u00fchrung, nach Konfessionen (2008 und 2022)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1412\" height=\"845\" class=\"wp-image-4180\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-4.jpeg\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-4.jpeg 1412w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-4-300x180.jpeg 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-4-1024x613.jpeg 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-4-768x460.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1412px) 100vw, 1412px\" \/><\/p>\n<p>Anmerkungen:<\/p>\n<p>(1) Es werden nur Denominationen mit mindestens 8 Beobachtungen f\u00fcr jede Achse angezeigt.<\/p>\n<p>(2) Beginn des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2008; Endpunkt des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2022.<\/p>\n<p>(3) Wir haben den 100%-Wert auf der x-Achse und den 0%-Wert auf der y-Achse auf einen kleinen Bereich erweitert, um die Lesbarkeit zu verbessern.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Diese Studie liefert zwei zentrale Erkenntnisse zu den Ver\u00e4nderungen in der religi\u00f6sen Landschaft auf der Ebene lokaler religi\u00f6ser Gemeinschaften in der Schweiz. Erstens gibt es einen anhaltenden S\u00e4kularisierungstrend nicht nur bei den anerkannten christlichen Kirchen (reformiert-protestantisch und katholisch), sondern im gesamten religi\u00f6sen Feld. Die Gesamtzahl religi\u00f6ser Gruppen und die Gesamtzahl der regelm\u00e4ssig an religi\u00f6sen Ritualen Teilnehmenden ist zur\u00fcckgegangen. <a id=\"post-4176-_Hlk182554965\"><\/a>Das Durchschnittsalter sowohl der Leitungspersonen als auch der Mitglieder ist gestiegen &#8211; st\u00e4rker als bei vergleichbaren Gruppen in der Gesellschaft im Allgemeinen. \u00dcberraschenderweise findet sich dieses Ph\u00e4nomen nicht nur bei den anerkannten christlichen Kirchen (katholisch, reformiert-protestantisch), sondern auch bei nicht anerkannten christlichen Gruppen und bei nicht-christlichen Gruppen. Dieses Ergebnis widerspricht Theorien, welche S\u00e4kularisierung nur f\u00fcr ein Ph\u00e4nomen anerkannter gro\u00dfer Kirchen halten. Allerdings finden wir auch Ausnahmen (z.B. wachsen die orthodoxen Kirchen). Die gr\u00f6\u00dfere Bedeutung dieser Ergebnisse besteht darin, dass S\u00e4kularisierung das religi\u00f6se Feld st\u00e4rker beeinflusst als bisher angenommen.<\/p>\n<p>Zweitens gibt es einen Trend zu mehr Inklusion. <a id=\"post-4176-_Hlk182555005\"><\/a>Lokale religi\u00f6se Gruppen sind im Durchschnitt gegen\u00fcber homosexuellen Mitgliedern und spirituellen Leitungspersonen offener geworden, wie auch gegen\u00fcber der M\u00f6glichkeit und Praxis weiblicher F\u00fchrung. Diese Trends sind signifikant, aber nur f\u00fcr bestimmte religi\u00f6se Traditionen sichtbar. Wenn wir uns auf die Denominationen (Verb\u00e4nde lokaler Gruppen) konzentrieren, stellen wir eine klare Reihenfolge fest: In einem ersten Schritt werden die Denominationen im Laufe der Zeit offener f\u00fcr weibliche religi\u00f6se F\u00fchrung. Sobald diese Vorstellung sich weitgehend durchsetzt, werden freiwerdende Positionen mit Frauen besetzt. Die gr\u00f6\u00dfere Bedeutung dieser Ergebnisse besteht in der langsamen Bewegung hin zu mehr Inklusion im religi\u00f6sen Bereich, selbst bei religi\u00f6sen Traditionen, die als konservativ gelten.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich betrachtet diese Studie nur die Ver\u00e4nderungen zu zwei Zeitpunkten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Ver\u00e4nderungen auf konsistente Trends \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweisen. Weitere Ergebnisse zu Ver\u00e4nderungen im Hinblick auf das zunehmende Umweltengagement der Gemeinden, die zunehmende nationale Wohlt\u00e4tigkeitsarbeit und Ver\u00e4nderungen in Ritualsformen finden Sie auf <a href=\"http:\/\/www.congregation.ch\"><em>www.congregation.ch<\/em><\/a><em>.<\/em><\/p>\n<h2>Anhang<\/h2>\n<p><em>Hinweis zum Z\u00e4hlen von Gruppen<\/em><\/p>\n<p>Die Definition lokaler religi\u00f6ser Gruppen wurde 2008 und 2020 in \u00e4hnlicher Weise angewandt. Die Anwendung wurde jedoch in zwei spezifischen F\u00e4llen ge\u00e4ndert. Wir haben beschlossen, im Jahr 2020 auch die Sprachgruppen der Zeugen Jehovas und der katholischen Missionen als eigene lokale Religionsgemeinschaften zu z\u00e4hlen. Um konsistent zu bleiben, mussten wir daher die Z\u00e4hlung f\u00fcr die Daten von 2008 neu anpassen.<\/p>\n<p><em>Anmerkung zu religi\u00f6sen Traditionen<\/em><\/p>\n<p>Wir verwenden eine 12-stufige Variable zur religi\u00f6sen Tradition. Sie umfasst die folgenden Kategorien: (1) r\u00f6misch-katholisch; (2) reformiert-protestantisch; (3) klassisch-evangelikal; (4) charismatisch-evangelikal; (5) konservativ-evangelikal; (6) orthodoxe Christen; (7) andere Christen; (8) j\u00fcdisch; (9) muslimisch; (10) buddhistisch; (11) Hindu\/Sikh; (12) &#8220;Andere&#8221;. In dieser Kategorisierung sind die &#8220;Katholiken&#8221; ausschlie\u00dflich r\u00f6misch-katholisch. Die Christkatholiken, eine kleine, aber in manchen Kantonen \u00f6ffentlich-rechtlich anerkannte Gruppe, werden als &#8220;Andere Christen&#8221; kodiert. Die Evangelikalen sind entlang theologischer Grenzen aufgeteilt. Neo-pietistische Gemeinden, von denen die meisten im 19. Jahrhundert gegr\u00fcndet wurden, werden als &#8220;klassische Evangelikale&#8221; bezeichnet. Literalistische\/fundamentalistische Gemeinden werden als &#8220;konservative Evangelikale&#8221; bezeichnet, und charismatische und pfingstlerische Gruppen als &#8220;charismatische Evangelikale&#8221;. Aus praktischen Gr\u00fcnden haben wir die Sikhs mit den Hindus zusammengelegt, da es im gesamten Umfragedatensatz nur eine einzige Sikh-Gemeinde gibt. Unsere Variable f\u00fcr religi\u00f6se Traditionen ist nicht f\u00fcr alle Religionen gleich spezifisch, da Religionen, Traditionen und Subtraditionen sowohl in unseren Erhebungsstichproben als auch in den Volksz\u00e4hlungen eine sehr unterschiedliche Anzahl von Gemeinden aufweisen.<\/p>\n<p><em>Zus\u00e4tzliche Abbildungen<\/em><\/p>\n<p>Abbildung A1: Gesch\u00e4tzter Prozentsatz der regelm\u00e4\u00dfigen Teilnehmenden im Alter von 60 Jahren und \u00e4lter, nach religi\u00f6ser Tradition (2008 und 2022)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1384\" height=\"710\" class=\"wp-image-4181\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-5.jpeg\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-5.jpeg 1384w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-5-300x154.jpeg 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-5-1024x525.jpeg 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-5-768x394.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1384px) 100vw, 1384px\" \/><\/p>\n<p>Anmerkungen:<\/p>\n<p>(1) Beginn des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2008; Ende des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2022.<\/p>\n<p>(2) \u00c4nderungen sind mindestens auf &lt; 0,05 Alpha-Niveau signifikant, au\u00dfer bei Evang. Kons., Orth. Christen, Andere Christen, Juden und Muslime.<\/p>\n<p>Abbildung A2: Normative Offenheit der weiblichen religi\u00f6sen F\u00fchrung in verschiedenen religi\u00f6sen Traditionen (2008 und 2022)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1384\" height=\"710\" class=\"wp-image-4182\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-6.jpeg\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-6.jpeg 1384w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-6-300x154.jpeg 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-6-1024x525.jpeg 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-6-768x394.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1384px) 100vw, 1384px\" \/><\/p>\n<p>Anmerkungen:<\/p>\n<p>(1) Beginn des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2008; Ende des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2022.<\/p>\n<p>(2) Die Ver\u00e4nderungen sind nur f\u00fcr Evang. Klasse, Andere Christ. Und Andere.<\/p>\n<p>Abbildung A3: Praxis der weiblichen religi\u00f6sen F\u00fchrung in verschiedenen religi\u00f6sen Traditionen 2008 und 2022<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1384\" height=\"710\" class=\"wp-image-4183\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-7.jpeg\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-7.jpeg 1384w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-7-300x154.jpeg 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-7-1024x525.jpeg 1024w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/word-image-4176-7-768x394.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1384px) 100vw, 1384px\" \/><\/p>\n<p>Anmerkungen:<\/p>\n<p>(1) Beginn des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2008; Ende des Pfeils: Prozentsatz im Jahr 2022.<\/p>\n<p>(2) Die \u00c4nderungen sind nur f\u00fcr Ref. signifikant (mindestens &lt; 0,05 Alpha-Niveau). Prot. und Evang. Class. und Muslim.<\/p>\n<p><em>Finanzierung <\/em><\/p>\n<p>Beide Wellen der National Congregation Study Switzerland wurden vom Schweizerischen Nationalfonds finanziert.<\/p>\n<p>Erste Welle FNS-Zuschussnummer: 4058-115719<\/p>\n<p>Zweite Welle FNS-Zuschussnummer: 100015_192499 \/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einf\u00fchrung Lokale religi\u00f6se Gruppen wie Pfarreien, Kirchen, Versammlungen, Synagogen, Tempel, Moscheen oder Kulturzentren sind in der Schweiz wie in allen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern weiterhin die wichtigste Organisationsform der Religion (Baumann 2012). Lokale religi\u00f6se Gruppen werden im englischen Sprachraum oft als &#8220;Congregations&#8221; bezeichnet. 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