{"id":4867,"date":"2026-10-12T13:05:57","date_gmt":"2026-10-12T11:05:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/?p=4867"},"modified":"2026-10-12T13:17:18","modified_gmt":"2026-10-12T11:17:18","slug":"der-aufholprozess-der-jungen-frauen-auf-dem-schweizer-arbeitsmarkt-geburtsjahrgange-1960-1998","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/?p=4867","title":{"rendered":"Der Aufholprozess der jungen Frauen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt: Geburtsjahrg\u00e4nge 1960\u20131998"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p>Bis Ende des 20. Jahrhunderts hatten junge M\u00e4nner in den meisten westlichen L\u00e4ndern h\u00e4ufiger einen Terti\u00e4rabschluss als junge Frauen. Heute ist es umgekehrt \u2013 nicht nur in der Schweiz, sondern in allen 38 OECD-L\u00e4ndern (OECD 2024a). Diese Umkehr des Bildungsvorteils hat viele \u00fcberrascht: \u201eNiemand hat vorhergesagt, dass Frauen die M\u00e4nner so schnell, so umfassend und so einheitlich rund um den Globus \u00fcberholen w\u00fcrden\u201c (Reeves 2022: 13, unsere \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p>So beeindruckend die Bildungsfortschritte der Frauen sind, auf dem Arbeitsmarkt scheinen sie sich nur bedingt niederzuschlagen. In allen OECD-L\u00e4ndern arbeiten Frauen weniger Stunden, sind seltener in gut bezahlten Berufen t\u00e4tig und verdienen weniger als M\u00e4nner (OECD 2018). Viele Forschende ziehen daraus den Schluss, die Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt sei ins Stocken geraten (Jaspers et al. 2022). Diese Diagnose stammt allerdings weitgehend aus den USA (England et al. 2020) \u2013 und sie ist angesichts des weiblichen Bildungsvorteils erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig. Die meisten Arbeitnehmenden suchen Stellen, in denen ihre Bildung einen m\u00f6glichst hohen Ertrag abwirft, und Arbeitgeber w\u00e4hlen die produktivsten Bewerberinnen und Bewerber aus \u2013 wobei Produktivit\u00e4t stark von der Ausbildung abh\u00e4ngt (Becker 1994). Junge Frauen m\u00fcssten demnach gegen\u00fcber jungen M\u00e4nnern aufholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Inwieweit dies auf die Schweiz zutrifft, ist eine offene Frage. Ein Grossteil der Jugendlichen absolviert eine Berufslehre mit stark nach Geschlecht segregierten Fachrichtungen (Kriesi und Imdorf 2019). Auf dem Arbeitsmarkt sind Frauen zwar h\u00e4ufiger erwerbst\u00e4tig als in den meisten anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, sie arbeiten jedoch auch h\u00e4ufiger Teilzeit. Mehrere Institutionen beg\u00fcnstigen dieses Muster. Anders als alle EU-Staaten kennt die Schweiz weder einen teilbaren Elternurlaub noch f\u00fcr V\u00e4ter reservierte Monate. Die externe Kinderbetreuung ist teuer und in vielen Regionen noch immer schwach ausgebaut, insbesondere auch bei Tagesschulen (Gromada und Richardson 2021). Entsprechend wird die Schweiz in der Gleichstellungspolitik oft als Nachz\u00fcglerin beschrieben (Engeli 2023).<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu passt, dass die Bildungsumkehr in der Schweiz sp\u00e4ter einsetzte als in den meisten OECD-L\u00e4ndern. Noch bis Anfang der 2010er Jahre lagen die Frauen unter den 25- bis 34-J\u00e4hrigen bei den Terti\u00e4rabschl\u00fcssen (Universit\u00e4t, Fachhochschule und h\u00f6here Berufsbildung) hinter den M\u00e4nnern. Danach haben die jungen Frauen die jungen M\u00e4nner innert weniger Jahre nicht nur eingeholt, sondern \u00fcberholt. 2025 hatten 54% der jungen Frauen, aber nur 48% der jungen M\u00e4nner einen Abschluss auf Terti\u00e4rstufe (BFS 2026a). Unser Beitrag fragt, ob sich dieser Aufholprozess auch auf dem Arbeitsmarkt zeigt. Dazu untersuchen wir, wie sich die Unterschiede zwischen jungen Frauen und M\u00e4nnern bei Erwerbst\u00e4tigkeit, Arbeitszeit, beruflicher Stellung und Erwerbseinkommen \u00fcber die Geburtsjahrg\u00e4nge hinweg entwickelt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt tragen mehrere Faktoren bei: die Segregation der Ausbildungsbereiche (Kriesi und Imdorf 2019), die ungleiche Verteilung von M\u00e4nnern und Frauen auf die Berufe (Murphy und Oesch 2016) sowie Diskriminierung (Auspurg et al. 2017; Combet und Oesch 2019). In den letzten Jahrzehnten ist jedoch die Elternschaft zur dominanten Ursache geworden und erkl\u00e4rt heute \u00fcber zwei Drittel der geschlechtsspezifischen Einkommensl\u00fccke in Europa und den USA (Kleven et al. 2025). Um den Einfluss der Ausbildung zu beobachten, bevor Kinder die Karrieren von M\u00e4nnern und Frauen unterschiedlich pr\u00e4gen, legt unsere Studie den Fokus auf die fr\u00fche Erwerbsphase, d. h. das Alter von 25 bis 34 Jahren. In diesem Karriereabschnitt ist ein grosser Teil der Frauen und M\u00e4nner noch kinderlos: Seit 2010 liegt das Durchschnittsalter der M\u00fctter bei der Geburt des ersten Kindes \u00fcber 30 Jahren (BFS 2026b). Zudem spielt die formale Bildung in dieser fr\u00fchen Erwerbsphase die st\u00e4rkste Rolle. Mit zunehmendem Alter r\u00fcckt die Berufserfahrung in den Vordergrund, w\u00e4hrend die Ausbildung an Gewicht verliert (Triventi et al. 2015).<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Studien, die den Wandel \u00fcber die Zeit untersuchen, vergleichen M\u00e4nner und Frauen zwischen Kalenderjahren \u00fcber alle Altersgruppen hinweg. Die Bildungsexpansion hat jedoch nicht alle Frauen gleichzeitig erfasst, sondern sich von Jahrgang zu Jahrgang vollzogen. In der Schweiz haben \u00e4ltere M\u00e4nner im Schnitt eine h\u00f6here Ausbildung als \u00e4ltere Frauen, bei den j\u00fcngeren ist es umgekehrt. Studien, die alle Altersgruppen zusammenfassen, vermischen Jahrg\u00e4nge mit gegenl\u00e4ufigen Bildungsprofilen und lassen den Fortschritt der jungen Frauen im Durchschnitt verschwinden. Dies zeigen Campbell und Pearlman (2013) f\u00fcr die USA: Der R\u00fcckgang der Geschlechterlohnl\u00fccke zwischen 1975 und 2009 ging dort fast ausschliesslich auf das Nachr\u00fccken j\u00fcngerer, besser ausgebildeter Frauenkohorten zur\u00fcck. Wer den Aufholprozess sehen will, muss deshalb Kohorten vergleichen \u2013 wie wir es f\u00fcr die Geburtsjahrg\u00e4nge 1960 bis 1998 tun. Anhand von Daten zu vier weiteren westlichen L\u00e4ndern ordnen wir die Schweiz zudem international ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Ergebnisse widersprechen der Stagnationsthese. Junge Frauenkohorten schliessen bei Erwerbst\u00e4tigkeit, Arbeitszeit, beruflicher Stellung und Erwerbseinkommen schrittweise zu den gleichaltrigen M\u00e4nnern auf. Am deutlichsten ist die Angleichung unter den Kinderlosen. Bei Eltern verringert sich die L\u00fccke ebenfalls, bleibt aber gross. Die schnelle Entwicklung sticht auch im internationalen Vergleich hervor und stellt das Bild der Schweiz als Nachz\u00fcglerin infrage.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daten und Methode<\/h2>\n\n\n\n<p>Unsere Analyse beruht auf der Schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung (SAKE) des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS), welche f\u00fcr die st\u00e4ndige Wohnbev\u00f6lkerung der Schweiz repr\u00e4sentativ ist. Wir f\u00fchren alle 34 Erhebungsjahre von 1991 bis 2024 zusammen und erhalten eine Stichprobe von 218&#8217;770 M\u00e4nnern und Frauen im Alter von 25 bis 34 Jahren, geboren zwischen 1960 und 1998. Die Analyse des Erwerbseinkommens replizieren wir mit einer zweiten Datenbasis, dem Schweizer Haushalt-Panel (SHP, 1999\u20132024). F\u00fcr den internationalen Vergleich verwenden wir Daten zu den Erwerbseinkommen f\u00fcr Frankreich (<em>Enqu\u00eate Emploi<\/em> 1990\u20132023), Schweden (Steuerregister 1980\u20132021), das Vereinigte K\u00f6nigreich (<em>Labour Force Survey<\/em> 1993\u20132024) und die USA (<em>Current Population Survey <\/em>1962\u20132024).<\/p>\n\n\n\n<p>Wir untersuchen vier Indikatoren des Arbeitsmarkterfolgs:<\/p>\n\n\n\n<p>(i) <em>Erwerbst\u00e4tigenquote<\/em>: Wir unterscheiden bin\u00e4r zwischen bezahlter Erwerbst\u00e4tigkeit (als Arbeitnehmende, Arbeitgebende oder Selbstst\u00e4ndige) und Nichterwerbst\u00e4tigkeit\/Erwerbslosigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>(ii) <em>Arbeitszeit<\/em>: Wir messen die w\u00f6chentliche Erwerbsarbeitszeit aller 25- bis 34-J\u00e4hrigen und weisen Nichterwerbst\u00e4tigen null Stunden zu.<\/p>\n\n\n\n<p>(iii) <em>Berufliches Lohnpotenzial<\/em>: Wir erfassen dies mit dem Indikator des <em>Occupational Earning Potential <\/em>(OEP), welcher das Medianeinkommen eines Berufs als Perzentil der gesamten Einkommensverteilung ausdr\u00fcckt (Oesch et al. 2026).<sup><a id=\"post-4867-footnote-ref-1\" href=\"#post-4867-footnote-1\">[1]<\/a><\/sup> Da sich das OEP nur Personen mit einer Berufsangabe zuordnen l\u00e4sst, beschr\u00e4nkt sich diese Teilanalyse auf die Erwerbst\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<p>(iv) <em>Gesamtes Erwerbseinkommen<\/em>: Statt des Stunden- oder standardisierten Monatslohns betrachten wir das tats\u00e4chliche Bruttoerwerbseinkommen, inklusive der Nulleinkommen von Nichterwerbst\u00e4tigen und Einkommen von kleinen Teilzeitstellen. Dieses Mass fasst Unterschiede bei Erwerbsbeteiligung, Arbeitszeit und Stundenlohn in einer einzigen Zahl zusammen. Es zeichnet somit ein umfassenderes Bild der Geschlechterl\u00fccke als die konventionelle Lohnl\u00fccke, die Nichterwerbst\u00e4tige ausschliesst und damit die geschlechtsspezifische Selektion in die Erwerbsbeteiligung \u00fcbersieht (Olivetti und Petrongolo 2016). Zum Vergleich zeigen wir jedoch auch, wie sich die L\u00fccke im Stundenlohn der Erwerbst\u00e4tigen \u00fcber die Jahrg\u00e4nge hinweg entwickelt hat. Alle Einkommen sind inflationsbereinigt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr jeden der vier Indikatoren sch\u00e4tzen wir eine lineare Regression mit drei erkl\u00e4renden Variablen: dem Geschlecht, dem Geburtsjahr (ein Dummy pro Jahrgang von 1960 bis 1998) und der Interaktion zwischen Geschlecht und Geburtsjahr. Als einzige Kontrollvariable ber\u00fccksichtigen wir das Alter. Der Interaktionsterm ist f\u00fcr uns entscheidend: Er zeigt, wie sich der Unterschied zwischen M\u00e4nnern und Frauen \u00fcber die Geburtsjahrg\u00e4nge hinweg ver\u00e4ndert. Wir zeigen alle Ergebnisse grafisch als vorhergesagte Werte (<em>predictive margins<\/em>). Eine ausf\u00fchrlichere Diskussion unserer Methode findet sich in Lipps et al. (2026).<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder nehmen wir bewusst nicht als erkl\u00e4rende Variable ins Modell, da Zeitpunkt und Zahl der Geburten selbst von den Bildungs- und Erwerbschancen der jungen Frauen und M\u00e4nner abh\u00e4ngen. Damit sind sie eher Folge als Ursache des Wandels \u00fcber die Geburtskohorten hinweg. In Zusatzanalysen zeigen wir jedoch die Einkommensl\u00fccke getrennt f\u00fcr Personen mit und ohne Kinder.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Resultate<\/h2>\n\n\n\n<p>In einem ersten Schritt vergleichen wir die Erwerbsbeteiligung \u00fcber die Geburtskohorten hinweg (Abbildung 1, links). In der Geburtskohorte von 1965 lag die Erwerbst\u00e4tigenquote junger Frauen in der Schweiz rund 22 Prozentpunkte unter jener junger M\u00e4nner: knapp 75% gegen\u00fcber \u00fcber 90%. In den nachfolgenden Jahrg\u00e4ngen stieg die Erwerbst\u00e4tigenquote der Frauen kontinuierlich an und erreichte im Jahrgang 1995 gut 85%. Zugleich ging jene der jungen M\u00e4nner um 5 Prozentpunkte zur\u00fcck. Die Geschlechterl\u00fccke bei der Erwerbsbeteiligung schloss sich damit fast vollst\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings \u00fcberzeichnen Erwerbst\u00e4tigenquoten die Konvergenz zwischen den Geschlechtern, da Frauen h\u00e4ufiger Teilzeit arbeiten als M\u00e4nner. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Schweiz mit der zweith\u00f6chsten weiblichen Teilzeitquote aller OECD-L\u00e4nder nach den Niederlanden (OECD 2024b). Wir verwenden deshalb in Abbildung 1 (rechts) die Arbeitsstunden \u2013 einschliesslich null Stunden f\u00fcr Nichterwerbst\u00e4tige \u2013 als genaueres Mass f\u00fcr die Erwerbsbeteiligung. Die w\u00f6chentliche Arbeitszeit der jungen M\u00e4nner ging zwischen den Geburtskohorten von 1965 und 1995 von rund 40 auf 35 Stunden zur\u00fcck. Zugleich stieg die Arbeitszeit der Frauen von rund 23 auf 31 Stunden. Der Unterschied verringerte sich damit von 17 auf weniger als 5 Stunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 1: Erwerbst\u00e4tigenquote (links) und w\u00f6chentliche Arbeitsstunden (rechts) in der Schweiz, 25- bis 34-J\u00e4hrige nach Geburtsjahr<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4868\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-1.png\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-1.png 795w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-1-300x175.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-1-768x448.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/> <em>Daten: SAKE 1991\u20132024.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Anmerkung: F\u00fcr die Jahrg\u00e4nge an den R\u00e4ndern sind nicht alle Altersjahre erfasst: Transparente Linien beruhen auf zwei bis neun der Altersjahre 25\u201334, opake Linien auf allen zehn. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir verlagern den Fokus in Abbildung 2 von der Quantit\u00e4t auf die Qualit\u00e4t der Arbeit und zeigen, wie sich das Lohnpotenzial der ausge\u00fcbten Berufe (Occupational Earning Potential, OEP) von jungen M\u00e4nnern und Frauen \u00fcber die Kohorten hinweg entwickelt hat. Im Jahrgang 1965 lag das OEP bei den M\u00e4nnern bei 50 und entsprach also genau dem Median der gesamten Erwerbsbev\u00f6lkerung. Bei den Frauen lag es bei 41 \u2013 sie arbeiteten folglich in Berufen, deren Medianlohn jenen von 41% der Erwerbsbev\u00f6lkerung \u00fcbertraf. Seither hat sich die berufliche Position der jungen Frauen kontinuierlich verbessert, doch auch die jungen M\u00e4nner profitierten von der Aufwertung der Berufsstruktur: Im Jahrgang 1995 lag ihr OEP bei 55, jenes der Frauen bei 50. Der Geschlechterunterschied verringerte sich damit zwischen den Jahrg\u00e4ngen 1965 und 1995 von 9 auf 5.7 Perzentilpunkte. Anders als bei Erwerbsbeteiligung und Arbeitszeit beruht die Ann\u00e4herung hier nicht auf einem R\u00fcckgang bei den M\u00e4nnern, sondern darauf, dass die Frauen rascher aufsteigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abbildung 2<\/strong>: Berufliches Lohnpotenzial, gemessen mit der OEP-Skala, 25- bis 34-J\u00e4hrige nach Geburtsjahr<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"593\" height=\"347\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4869\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-2.png 593w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-2-300x176.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 593px) 100vw, 593px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Daten: SAKE 1991\u20132024.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Unterschiede in Erwerbst\u00e4tigkeit, Arbeitszeit und Beruf lassen sich in einem einzigen Indikator zusammenfassen, dem gesamten Erwerbseinkommen junger M\u00e4nner und Frauen (Abbildung 3, links).<sup><a id=\"post-4867-footnote-ref-2\" href=\"#post-4867-footnote-2\">[2]<\/a><\/sup> In der Geburtskohorte von 1965 war das Erwerbseinkommen junger Frauen in der Schweiz nicht einmal halb so hoch wie jenes junger M\u00e4nner. Mit der zunehmenden Erwerbsbeteiligung der Frauen stiegen deren Einkommen in den nachfolgenden Kohorten kontinuierlich an und erreichten im Jahrgang 1995 einen Indexwert von 78, w\u00e4hrend jene der M\u00e4nner parallel zur fallenden Arbeitszeit auf 90 Punkte zur\u00fcckgingen. Die geschlechtsspezifische L\u00fccke beim Erwerbseinkommen sank damit von 55% auf 14%. Die Ann\u00e4herung ist weiterhin im Gange und verlief in den j\u00fcngsten Jahrg\u00e4ngen 1997 und 1998 besonders rasch. Diese beiden Jahrg\u00e4nge beobachten wir jedoch erst im Alter von 25 bis 27 Jahren.<sup><a id=\"post-4867-footnote-ref-3\" href=\"#post-4867-footnote-3\">[3]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 3 (rechts) zeigt zum Vergleich den Stundenlohn der erwerbst\u00e4tigen 25- bis 34-J\u00e4hrigen. Auch dieser Indikator, der f\u00fcr die Arbeitszeit standardisiert ist, zeigt eine Ann\u00e4herung \u00fcber die Kohorten hinweg: Die L\u00fccke schrumpfte von fast 20% im Jahrgang 1965 auf unter 5% im Jahrgang 1995.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abbildung 3<\/strong>: Gesamtes Erwerbseinkommen aller 25- bis 34-J\u00e4hrigen inkl. Nulleinkommen (links)<br>Erwerbseinkommen pro Stunde \u2013 nur erwerbst\u00e4tige 25- bis 34-J\u00e4hrige (rechts)<br>Alle Werte sind auf die M\u00e4nner des Geburtsjahrgangs 1980 indexiert (= 100).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"465\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4870\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-3.png 800w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-3-300x174.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-3-768x446.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Daten: SAKE 1991\u20132024. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Lesebeispiel zur Indexierung: Das durchschnittliche Erwerbseinkommen der 1980 geborenen M\u00e4nner ist auf 100 gesetzt; ein Wert von 47 f\u00fcr 1965 geborene Frauen bedeutet, dass sie 47% davon erzielen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Verl\u00e4uft die Ann\u00e4herung der Erwerbseinkommen junger Frauen und M\u00e4nner in der Schweiz \u00e4hnlich wie anderswo? Wir beantworten diese Frage anhand von Arbeitsmarkt- und Steuerdaten aus vier weiteren westlichen L\u00e4ndern: Frankreich, Schweden, dem Vereinigten K\u00f6nigreich und den USA. Abbildung 4 zeigt, dass der R\u00fcckstand der Frauen beim gesamten Erwerbseinkommen in der Schweiz mit 55% in der Geburtskohorte von 1965 der zweitgr\u00f6sste war; nur im Vereinigten K\u00f6nigreich fiel er mit 59% noch h\u00f6her aus. In Frankreich, Schweden und den USA lag er bei knapp 40%. Anschliessend holten die jungen Frauen in allen L\u00e4ndern auf, besonders stark in der Schweiz. Bei den 1995 Geborenen weist die Schweiz mit 14% die kleinste L\u00fccke aller f\u00fcnf L\u00e4nder auf, gefolgt von Frankreich (16%), Schweden (18%), den USA (21%) und dem Vereinigten K\u00f6nigreich (23%). Eine Dekompositionsanalyse zeigt, dass die Ann\u00e4herung der Erwerbseinkommen zum gr\u00f6sseren Teil auf einen Anstieg der Arbeitsstunden von Frauen und zum kleineren Teil auf geringere Unterschiede bei den Stundenl\u00f6hnen zur\u00fcckgeht (siehe Lipps et al. 2026).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abbildung 4: <\/strong>R\u00fcckstand der Frauen gegen\u00fcber den M\u00e4nnern beim gesamten Erwerbseinkommen (inkl. Nulleinkommen der Nichterwerbst\u00e4tigen), 25- bis 34-J\u00e4hrige, Geburtsjahrg\u00e4nge 1965 und 1995<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"783\" height=\"422\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/abbildung-4-ruckstand-der-frauen-beim-gesamten-er-3.png\" alt=\"Abbildung 4: R\u00fcckstand der Frauen beim gesamten Erwerbseinkommen, Geburtsjahrg\u00e4nge 1965 und 1995\" class=\"wp-image-4871\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/abbildung-4-ruckstand-der-frauen-beim-gesamten-er-3.png 783w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/abbildung-4-ruckstand-der-frauen-beim-gesamten-er-3-300x162.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/abbildung-4-ruckstand-der-frauen-beim-gesamten-er-3-768x414.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 783px) 100vw, 783px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Daten: Enqu\u00eate Emploi 1990\u20132023 (Frankreich), Steuerregister 1980\u20132021 (Schweden), SAKE 1991\u20132024 (Schweiz), LFS 1993\u20132024 (UK), CPS 1962\u20132024 (USA).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die geschlechtsspezifische L\u00fccke beim gesamten Erwerbseinkommen f\u00e4llt bei Eltern weit gr\u00f6sser aus als bei Kinderlosen. Mit der Geburt von Kindern gehen die Erwerbsverl\u00e4ufe von M\u00e4nnern und Frauen auseinander. Doch auch hier hat sich die L\u00fccke \u00fcber die Jahrg\u00e4nge hinweg verringert. Abbildung 5 zeigt f\u00fcr die Schweiz, dass die Einkommensl\u00fccke im Jahrgang 1965 bei Kinderlosen bei 27% und bei Eltern bei 78% lag. Bis zum Jahrgang 1995 sank sie auf 7% bei den Kinderlosen und 51% bei den Eltern. Damit ist die Einkommensl\u00fccke bei den Eltern im Jahrgang 1995 in der Schweiz \u00e4hnlich gross wie in Schweden (55%), den USA (47%) und dem Vereinigten K\u00f6nigreich (51%), aber gr\u00f6sser als in Frankreich (37%; siehe Lipps et al. 2026).<\/p>\n\n\n\n<p>Sinkende Geburtenzahlen und ein h\u00f6heres Alter bei der ersten Geburt k\u00f6nnen die Geschlechterl\u00fccke im Kohortenvergleich verringern, weil der Anteil der Kinderlosen in den j\u00fcngeren Jahrg\u00e4ngen steigt. Die Einkommensl\u00fccke ist jedoch in beiden Gruppen deutlich zur\u00fcckgegangen. Dies spricht gegen die These, dass dieser Kompositionseffekt die Hauptursache der Konvergenz ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abbildung 5:<\/strong> Erwerbseinkommen der 25- bis 34-J\u00e4hrigen mit Kindern (links) und ohne Kinder (rechts) nach Geburtsjahr (Index: 1980 geborene M\u00e4nner = 100)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"796\" height=\"464\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4872\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-5.png 796w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-5-300x175.png 300w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-5-768x448.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 796px) 100vw, 796px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Daten: SAKE 1991\u20132024. <\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Ausgangspunkt dieses Beitrags war die Frage, ob die grossen Bildungsfortschritte von Frauen auch mit besserem Arbeitsmarkterfolg einhergehen. Anhand aller SAKE-Erhebungen zwischen 1991 und 2024 haben wir diese Frage f\u00fcr junge Frauen und M\u00e4nner aus einer Kohortenperspektive untersucht.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die 25- bis 34-J\u00e4hrigen in der Schweiz zeigt sich \u00fcber die Geburtsjahrg\u00e4nge hinweg eine Angleichung. Die Geschlechterl\u00fccke bei der Erwerbst\u00e4tigenquote verringerte sich von rund 22 Prozentpunkten im Jahrgang 1965 auf wenige Punkte im Jahrgang 1995, wobei die Quote der Frauen stieg und jene der M\u00e4nner leicht zur\u00fcckging. Bei der Arbeitszeit erh\u00f6hten junge Frauen ihr Pensum um acht Wochenstunden, w\u00e4hrend junge M\u00e4nner ihres um f\u00fcnf Stunden reduzierten; der Abstand schrumpfte von 17 auf unter vier Stunden. Das Lohnpotenzial der ausge\u00fcbten Berufe stieg f\u00fcr beide Geschlechter, f\u00fcr Frauen jedoch rascher. Am deutlichsten zeigt sich die Entwicklung beim umfassendsten Indikator, dem gesamten Erwerbseinkommen inklusive der Nulleinkommen: Der R\u00fcckstand junger Frauen sank von 55% im Jahrgang 1965 auf 14% im Jahrgang 1995. Eine Replikation mit dem Schweizer Haushalt-Panel best\u00e4tigt diesen Befund.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich der f\u00fcnf L\u00e4nder hatte die Schweiz im Jahrgang 1965 nach dem Vereinigten K\u00f6nigreich die zweitgr\u00f6sste Einkommensl\u00fccke. Danach verlief der Aufholprozess in der Schweiz am schnellsten, sodass sie heute die kleinste L\u00fccke aller f\u00fcnf L\u00e4nder aufweist \u2013 wenn auch die Unterschiede zwischen den L\u00e4ndern gering sind. Die sozialwissenschaftliche Literatur hebt oft die institutionellen Unterschiede in Arbeitsmarkt und Sozialstaat hervor. Demgegen\u00fcber werden gemeinsame Triebfedern \u2013 Bildungsexpansion und Wandel der Geschlechternormen \u2013 m\u00f6glicherweise untersch\u00e4tzt. F\u00fcr die Rolle der Bildungsexpansion spricht, dass sich die Angleichung kontinuierlich von Jahrgang zu Jahrgang vollzieht \u2013 und nicht sprunghaft wie nach institutionellen Reformen, die alle Altersgruppen gleichzeitig erfassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Elternschaft bleibt die entscheidende Trennlinie: Junge M\u00fctter erzielen weit geringere Erwerbseinkommen als gleichaltrige V\u00e4ter, w\u00e4hrend der Abstand unter Kinderlosen von Anfang an deutlich kleiner war und weiter geschrumpft ist. Doch auch zwischen M\u00fcttern und V\u00e4tern hat sich die L\u00fccke \u00fcber die Kohorten hinweg erheblich verringert.<\/p>\n\n\n\n<p>Junge Frauen bleiben somit beim gesamten Erwerbseinkommen weiterhin hinter jungen M\u00e4nnern zur\u00fcck, obwohl sie diese im Bildungsbereich \u00fcberholt haben; beim Stundenlohn der Erwerbst\u00e4tigen ist der Geschlechterunterschied in den j\u00fcngsten Jahrg\u00e4ngen dagegen nahezu verschwunden. Noch liegen die jungen M\u00e4nner vorn, doch die Entwicklung l\u00e4uft zugunsten der jungen Frauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Analysen, die Kalenderjahre \u00fcber die gesamte Erwerbsbev\u00f6lkerung vergleichen, untersch\u00e4tzen die Konvergenz. Sie fassen Geburtskohorten mit stark unterschiedlichen Bildungsprofilen zusammen \u2013 und die Kohorten sind der Motor des sozialen Wandels. Die Jahrg\u00e4nge, die in den 1990er Jahren geboren wurden, weisen bei Erwerbsbeteiligung, Arbeitszeit, beruflicher Stellung und Erwerbseinkommen deutlich geringere Geschlechterunterschiede auf als die Jahrg\u00e4nge der 1980er Jahre und diese wiederum geringere als die Jahrg\u00e4nge der 1970er und 1960er Jahre. Allerdings beobachten wir nur die ersten Jahre auf dem Arbeitsmarkt. M\u00f6glicherweise \u00f6ffnet sich die Schere auch bei den heute jungen Frauen und M\u00e4nnern mit der Elternschaft wieder st\u00e4rker. Die Gleichstellung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt ist noch nicht erreicht \u2013 insbesondere bei Eltern nicht. Der Prozess ist jedoch in vollem Gange.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Anhang<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Abbildung A.1: <\/strong>Erwerbseinkommen der 25- bis 34-J\u00e4hrigen nach Geburtsjahr (Index: 1980 geborene M\u00e4nner = 100), Haushalt-Panel (SHP) 1999-2024 Schweizer&nbsp;<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4873\" src=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-6.png\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-6.png 606w, https:\/\/www.socialchangeswitzerland.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/word-image-4867-6-300x170.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Endnoten<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein OEP von 80 (Ingenieurinnen) bzw. 35 (Sekret\u00e4rinnen) bedeutet, dass das Medianeinkommen dieses Berufs h\u00f6her ist als das Einkommen von 80% bzw. 35% der Erwerbsbev\u00f6lkerung. Die Skala beruht auf Arbeitsmarktdaten aus Deutschland, Schweden, der Schweiz, dem Vereinigten K\u00f6nigreich und den USA f\u00fcr die Jahre 2000\u20132021 (Oesch et al. 2026). <a href=\"#post-4867-footnote-ref-1\">\u2191<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Die OECD (2018: 242) zerlegt die Geschlechterl\u00fccke beim gesamten Erwerbseinkommen pro Kopf analog in einen Erwerbsanteil, einen Arbeitszeitanteil und einen Stundenlohnanteil, wobei letzterer vom Beruf beeinflusst wird. <a href=\"#post-4867-footnote-ref-2\">\u2191<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Abbildung A.1 im Anhang repliziert die Entwicklung der Erwerbseinkommen von 25- bis 34-J\u00e4hrigen mit dem Schweizer Haushalts-Panel (SHP, 1999\u20132024) und zeigt denselben Trend: leicht fallende M\u00e4nner- und stark steigende Fraueneinkommen, die beim letzten beobachteten Jahrgang 1996 \u00fcberlappen. <a href=\"#post-4867-footnote-ref-3\">\u2191<\/a><br><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung Bis Ende des 20. 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